Sandra Brandl

Filmeditorin


Sandra Brandl
© Julia Nohr

Filmographie (Auswahl)

Jahr Filmtitel Beschreibung
Jahr 2022 Filmtitel Auf der Kippe ( AT ) - Regie: Britt Beyer, Produktion: Zero One Film Beschreibung Dokumentarfilm: Mit dem Jahr 1989 beginnt für die Ostdeutschen nicht nur ein neues Leben, sondern gleichsam eine neue historische Epoche. In der sogenannten Nachwendezeit lagen Glück und Unglück dicht beieinander: Freiheit und Massenarbeitslosigkeit. Demokratie und radikaler Wertewandel, der eine immense Anpassungsleistung verlangte. Aber wer sind die Ostdeutschen heute? Was haben die Erfahrungen der vergangenen drei Jahrzehnte mit ihnen gemacht?" aus: Engler/Hensel "Wer wir sind" Die Lausitz, Grenzregion im Herzen Europas, steht für Wandel und Identitätssuche wie kaum eine andere Region in Deutschland. Über Generationen prägte der Kohlebergbau die Menschen und die Landschaft. In der DDR waren die Kohlekumpel die „Helden der Arbeit“, die Region als Energieversorger der Stolz des Landes. Nach der Wende wurden durch die Treuhand ganze Industriezweige brachial abgewickelt oder verkauft, Tausende verloren ihren Arbeitsplatz. Und damit das Selbstwertgefühl, die ökonomische Sicherheit und das Vertrauen in die Politik. Vor allem junge Menschen wanderten ab, die Kommunen schrumpften drastisch. Ein Gefühl der Enttäuschung, der Demütigung und des Abgehängtsein breitete sich aus. Bis heute. Das "Randgefühl" nennen es die Lausitzer*innen... Mit dem geplanten Kohleausstieg 2030 steht die Lausitz vor einer tiefen Zäsur und vor einem erneuten Strukturwandel. Ein Leben ohne die Kohle, ohne den Bergbau, ist für viele Lausitzer*innen noch nicht denkbar. Was kommt danach? Welche Visionen haben Bergarbeiter*innen, Kommunalpolitiker und Klimaschützer*innen, was einmal sein könnte? Eine ganze Region muss sich neu definieren: Wenn sie nicht mehr Energieversorger ist, was ist sie dann? AUF DER KIPPE (AT) erzählt über den Strukturwandel in der Lausitz, schlägt den Bogen von der Nachwendezeit bis ins Heute, zeigt, was die Lausitzer*innen über 30 Jahre nach der Wende bewegt, was sie ängstigt, was sie motiviert - mit einer Annäherung an eine Zukunft, die gerade erst begonnen hat.
Jahr 2021 Filmtitel AufRuhr - Grillo Theater - Regie: Christine Lang, Volker Lösch und Ulf Schmidt Beschreibung Theaterstück :„Wer Visionen hat, sollte zum…“ – Sie wissen schon. Dabei handelt es sich offensichtlich nicht um das politische Lebensmotto des Essener Oberbürgermeisters Kühn. Denn er plant Großes: Gemeinsam mit der knallharten Investorin van Velt und der taffen Bauunternehmerin Haussmann soll es nicht weniger sein als „Essen 5.0“, ein milliardenschweres wie zukunftsweisendes Megaprojekt im Essener Norden - digital und ökologisch, komfortabel und urban. Was für Europa beispielgebend sein soll, darf nicht an den Bewohnerinnen und Bewohner des Nordens scheitern. Mit falschen Versprechungen und anderen fiesen Methoden sollen sie zur Kooperation, sprich zum Wegzug, gebracht werden. Doch die Betreffenden lassen sich nicht hinters Licht führen und weigern sich, ihre Wohnungen zu verlassen. Dank Polizei und Zwangsräumungen kann sich das Kapital wieder einmal auf die Staatsgewalt verlassen. Doch hat die unheilige Allianz nicht mit der Widerstandskraft ihrer Bürgerinnen und Bürger gerechnet. Unter Führung der jungen Adile und mit tatkräftiger Unterstützung durch den Rentner Grube, den genialen Hacker und Blogger Dimitrij und die verwöhnte wie idealistische Lena, pikanterweise die Tochter der Bauunternehmerin, beantworten sie die Gewalt. Dabei geben sie sich nicht mehr mit der Verteidigung des Status quo zufrieden, sondern verfolgen längst weitergehende Ziele: Überwindung der sozialen Ungerechtigkeit, basisdemokratisches Zusammenleben und die konkrete Verwirklichung längst überholt geglaubter Utopien – „Die Ruhr brennt.“ Die gemeinsam von Christine Lang, Volker Lösch und Ulf Schmidt entwickelte und geschriebene Geschichte schlägt den Bogen vom historischen Vorgestern ins (un-)mögliche Morgen: In Anlehnung an den Ruhraufstand 1920, der schließlich von der Reichswehr brutal niedergeschlagen wurde, entwickeln sie eine Inszenierung, die mit einem großen Anteil Film in der konkreten lokalen Verortung das Universelle wie Utopische untersucht. Dabei ist der vielfach ausgezeichnete Regisseur Volker Lösch bei uns in Essen kein Unbekannter: unter anderem sorgte er mit „Das Prinzip Jago“ (2016) und „Der Prinz, der Bettelknabe und das Kapital“ (2018) für Furore.
Jahr 2020 Filmtitel Hyperland - Regie: Mario Sixtus Beschreibung Spielfilm: In einer Welt in naher Zukunft ist der gute Ruf eines jeden Menschen mess- und sichtbar. Dieser "Carma-Count" entscheidet darüber, ob man dazugehört oder nicht, welchen Job man hat und wie man wohnt. Beliebtheit, Kreditwürdigkeit, Karrieresprung oder Karriereende werden so beurteilt. Cee (Lorna Ishema), eine junge Frau, die als Künstler-Scout arbeitet, gerät in eine existenzbedrohende Schmutzkampagne und findet heraus: Vor der Öffentlichkeit verborgen arbeiten bezahlte Experten daran, die Reputation ihrer Kunden aufzupolieren - oder auch den Ruf ihrer Widersacher zu zerstören. Empörungswellen, öffentliche Zweifel, anonyme Beschuldigungen, Like-Paraden und Jubel-Blogger - alles ist geplant, gesteuert und gelenkt. Als Cee eines dieser Spezialisten-Teams zur Selbstverteidigung anheuert, gerät die Situation außer Kontrolle.
Jahr 2019 Filmtitel Die Unbeugsamen - Regie: Torsten Körner Beschreibung Dokumentarfilm: Zu Zeiten der Bonner Republik ist es ein zähes Unterfangen als Politikerin gehört und zu werden. Zu viele Politiker sind Männer ihrer Zeit und möchten den Erfolg nicht teilen, zu schnell kann die Karriere von Frauen in der Politik mit sexueller Diskriminierung und Vorurteilen ausgebremst werden. Doch ein paar Frauen bleiben unbeugsam, kämpfen und leisten gute Vorarbeit für die gegenwärtige Generation von Politikerinnen.
Jahr 2019 Filmtitel The Whale and the Raven - Regie: Mirjam Leuze Beschreibung Dokumentarfilm: Sind Wale Individuen mit der Fähigkeit zur Selbstwahrnehmung und Intelligenz? Janie Wray und Hermann Meuter sind fest davon überzeugt. Seit 15 Jahren dokumentieren die beiden Wal-Forscher das Verhalten von Orcas, Buckel- und Finnwalen an der Westküste Kanadas. 70 Meilen von ihren Forschungsstationen entfernt liegt die kleine Küstenstadt Kitimat. Hier wird eine gigantische Exportanlage für Flüssiggas(LNG) geplant. Auf Supertankern soll das Gas nach Asien exportiert werden. Was die Tankerroute für die Wale bedeuten wird, ist nicht absehbar.
Jahr 2016 Filmtitel Kokolampy - Regie: Hajo Schomerus Beschreibung Dokumentarfilm: Schnitt: Sandra Brandl/ Rudi Heinen, Filmemacher Hajo Schomerus erinnert sich an seinen Großonkel Menko, einen großen Geschichtenerzähler, der von Madagaskar als einem Wunderland voller Abenteuer berichtete. Im Nachlass des Großonkels soll sich ein Ei des legendären Elefantenvogels − eines vermutlich erst im 15. Jahrhundert ausgestorbenen Dinosauriers − befunden haben. Die Suche nach dem Ei, das unter mysteriösen Umständen verschwand, bildet den roten Faden des Films "Kokolampy". Eine aufwändige Recherche rund um den Globus beginnt: hinein in die Keller und Depots von Auktionshäusern, Archiven und Naturaliensammlungen, in die heimlichen Aktivitäten eines der größten Pharmakonzerne der Welt, in den Madagaskar-Plan der Nazis sowie in die überstürzte Abreise des Onkels aus Madagaskar während der sozialistischen Revolution. Dabei erscheint Madagaskar als Hort potenter Wundermedizin, zoologischer Sensationen und unermesslichen Reichtums. Alles hat miteinander zu tun und deutet immer wieder auf große Geheimnisse im Süden der Insel.
Jahr 2015 Filmtitel Nawal El Saadawi - Die Löwin vom Nil - Regie: Konstanze Burkard Beschreibung Dokumentarfilm: Nawal El Saadawi ist die `Grande Dame' der ägyptischen Frauenbewegung, eine der prominentesten Vorkämpferinnen für Frauenrechte in der gesamten arabischen Welt und Schriftstellerin von Weltrang.
Jahr 2014 Filmtitel Flowers of Freedom - Regie: Mirjam Leuze Beschreibung Dokumentarfilm: Wenn sie sich zum Tee treffen geht es um die nächste Ernte und vergiftetes Wasser, um Schafe und Sitzblockaden. Nach einem Giftunfall kämpfen Erkingül und ihre Mitstreiterinnen gegen die Betreiber der größten Goldmine Kirgistans und treten gegen korrupte Behörden und ein autoritäres Regime an. Vier Jahre lang begleitete die Kölner Filmemacherin Mirjam Leuze die Aktivistinnen mit ihrer Kamera und dokumentierte dabei einen Konflikt, der sich so oder ähnlich in jedem Teil der Welt abspielen könnte. Eine Geschichte über Frauen und Freundschaft, Zivilcourage und Zyanid.