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2015

Am Freitagabend, 18. September, wurden im Rahmen einer feierlichen Verleihung, moderiert von Filmakademie-Mitglied Anna Brüggemann, im Hamburger Bahnhof - Museum für Gegenwart - die Gewinner des Preises der Nationalgalerie bekannt gegeben.

Der von der DEUTSCHEN FILMAKADEMIE und dem Verein der Freunde der Nationalgalerie gemeinsam vergebene FÖRDERPREIS FÜR FILMKUNST 2015 ging an den Regisseur Bastian Günther für seinen 80minütigen Hybridfilm CALIFORNIA CITY. Überreicht wurde ihm der Preis von Filmakademie-Präsidentin Iris Berben und seinem Regie-Kollegen Edward Berger (Mitglied der Shortlist-Jury).

Bastian Günther lebt in Austin, Texas und Berlin und beeindruckte zuletzt mit Filmen wie „Autopiloten“ (2007) oder "Houston" (2012) mit Ulrich Tukur in der Hauptrolle.
Die aus Marius Babias (Direktor des Neuen Berliner Kunstvereins (n.b.k.), Dr. Eva Kraus (Direktorin des Neuen Museums - Staatliches Museum für Kunst und Design in Nürnberg), Polly Staple (Direktorin der Chisenhale Gallery, London) sowie den beiden Filmakademie-Mitgliedern Fred Kelemen und Fritzi Haberlandt bestehende Jury wählte den Gewinner aus einer Shortlist von sechs Filmen aus.

Ab sofort wird der ausgezeichnete Film vier Monate lang in einem eigens eingerichteten Projektionsraum im Hamburger Bahnhof zu sehen und somit einem breiten Publikum zugänglich sein. Die Auszeichnung ist zudem mit 10.000 Euro dotiert.

©Florian Liedel / Deutsche Filmakademie

STATEMENT DER JURY

Dokumentar- oder Spielfilm? 
Politischer Film oder metaphysisches Drama der Einsamkeit und Verlorenheit des Menschen in dieser von ihm unwirtlich her- und zugerichteten Welt? Egal. 
Dieser Film kennt kein enges Entweder-oder, sondern er bewegt sich im geistig-künstlerischen Raum des weiteren Sowohl-als-auch. Seine kategorische Uneinordbarkeit irritiert, die Präzision seiner Form und der Kompositionen seiner Bilder tun dies auch. Damit verweigern sie einen vereinnahmenden und banalisierenden Zugriff.
 
Ein Film über uns alle in einer Zukunft, die längst begonnen hat und uns schmerzlich ahnen lässt, dass wir neben unserer Einsamkeit, neben unserer Utopielosigkeit und unserem Unvermögen, einfach gelingend zu lieben auch verdursten werden in einer trinkwasserlosen, verwüsteten Welt, die nichts weiter ist, als die Folge unserer inneren Dürre an schöpferischer Sorge um unsere Um- und Mitwelten und unserer Verödung an visionären Vorstellungen und Realisierungen eines nachhaltigen Gestaltens unserer Leben.
Ein wichtiger Film, der sensibilisiert und verstört und den Kopf befreit für das was erzählens- und bedenkenswert ist, von einem Regisseur, Bastian Günther, der diesen Preis für seinen Film "California City" und die ihm und seinem Team damit zum Ausdruck gebrachte Anerkennung und Wertschätzung zweifellos verdient.

Mit dem PREIS DER NATIONALGALERIE wurde Anne Imhof ausgezeichnet. Die Auszeichnung ist eine Einzelausstellung in einem der Häuser der Nationalgalerie. Die bereits am 10. September eröffnete Ausstellung der diesjährigen Shortlist-Kandidaten ist wie der Gewinner-Film noch bis Januar 2016 im Hamburger Bahnhof zu sehen.

SHORTLIST 2015


Anton Gonopolski
28 ½
Deutschland 2013; 84 min.

Bastian Günther
CALIFORNIA CITY
Deutschland 2014; 80 min.

Clemens Pichler 
DIORAMA
Deutschland 2015; 28 min.

Max Linz 
ICH WILL MICH NICHT KÜNSTLICH AUFREGEN
Deutschland 2014; 84 min.

Nicole Vögele
nebel         
Deutschland / Schweiz 2014; 60 min.

Sebastian Mez
SUBSTANZ
Deutschland 2014; 14 min.

www.preis2015.de

SHORTLIST JURY

Monika Bauert, Szenenbildnerin // Sabine Brose, Editorin // Joachim von Vietinghoff, Produzent // Jule Bartram, Projektleitung // Edward Berger, Regisseur // Miriam Dehne, Regisseurin // Irene von Alberti, Regisseurin // Anno Saul, Regisseur // Connie Walther, Regisseurin // Tomas Erhart, Kameramann // nicht im Bild: Knut Loewe, Szenenbildner // Ursela Monn, Schauspielerin
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