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Europäische Filmakademien fordern die Freilassung Oleg Sentsovs

Academy representatives at the annual meeting of FAN of Europe in Karlovy Vary (picture: European Film Academy)

Am Tag 54 von Oleg Sentsovs unbefristetem Hungerstreik fordern die Mitglieder von Film Academies Network  of Europe, dem gemeinsamen Netzwerk von 21 nationalen Filmakademien und der European Film Academy, dem tausende Filmschaffende in ganz Europa angehören, die sofortige Freilassung des ukrainischen Filmemachers. Bei ihrem jährlichen Treffen während des Internationalen Filmfestivals Karlovy Vary ersuchten sie Präsident Putin und die russischen Behörden endlich Menschlichkeit zu zeigen und Oleg Sentsov sofort freizulassen.

Menschenrechtsorganisationen in aller Welt, tausende Filmschaffende sowie zahlreiche Künstler aus Europa und Amerika haben seit Beginn des Hungerstreiks des ukrainischen Regisseurs und Vaters von zwei Kindern am 14. Mai 2018 ihre Stimme erhoben. Menschen in über 70 Städten in mehr als 30 Ländern gingen bereits für die Freilassung von Oleg Sentsov auf die Straße. Auch Donald Tusk, Präsident des Europäischen Rates, wandte sich in seiner Eröffnungsrede des G7 Gipfels an Putin und forderte Sentsovs Freilassung genauso wie das Europäische Parlament und diverse andere Parlamente und Politiker.

Bis zum heutigen Tag blieben alle Ersuche ungehört, jeder diplomatische Ansatz vergeblich. In der 8. Woche seines Hungerstreiks ist das Leben von Oleg Sentsov in größter Gefahr!

Am 10. Mai 2014 wurde der ukrainische Regisseur Oleg Sentsov, der die Proteste auf dem Maidan in Kiew unterstützte und sich öffentlich gegen die russische Annektierung der Krim engagierte, in seinem Haus in Simferopol vom russischen Inlandsgeheimdienst (FSB) festgenommen und nach Moskau gebracht, wo er über ein Jahr in Untersuchungshaft saß. Auch wenn der Hauptzeuge seine „unter Zwang“ herbeigeführte Aussage wieder zurückgenommen hat, wurde Oleg Sentsov in einem, wie Amnesty International beschreibt, „unfairen Verfahren vor einem russischen Militärgericht“, wegen "terroristischer Verbrechen" zu 20 Jahren Haft verurteilt. Ende November 2015 bestätigte das Oberste Gericht der Russischen Föderation das Urteil. Vor 54 Tagen trat Oleg Sentsov in den Hungerstreik.

Karlovy Vary, 6. Juli 2018

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