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ABSCHIED VON MARIE GRUBER

credit: Florian Liedel | Deutsche Filmakademie

„Ein Star bin ich nicht. Ich bin Schauspielerin, das reicht mir eigentlich.“ Dieses Zitat, das Marie Gruber im letzten Jahr in einem Interview äußerte, sagt viel über Wesen und Einstellung der bei Kollegen so beliebten Darstellerin.

Ihre Ausbildung machte die aus Wuppertal stammende Marie Gruber an der Schauspielschule "Ernst Busch" in Berlin. Dem Theater blieb sie nach einem Engagement in Anklam immer wieder treu – so an der Berliner Volksbühne oder am Dresdner Staatsschauspiel.

Breite Bekanntheit erlangte sie in ihrer Rolle als Rita Struutz an der Seite von Wolfgang Stumph in GO TRABI GO (1991). Gemeinsam eroberten die beiden das gesamtdeutsche Kinopublikum. Vielen Fernsehzuschauern blieb sie auch als Kriminaltechnikerin Rosamunde Weigand im "Polizeiruf 110" aus Halle in Erinnerung. In "Stubbe - Von Fall zu Fall" war sie Stubbes Ehefrau Caroline und spielte erneut an der Seite von Wolfgang Stumph.

Dabei reizten sie auch durchaus Nebenrollen. „Ich schätze sehr wohl auch die kleinen Rollen, die musst du genauso mit Leben ausfüllen und den Zuschauer verführen.“ So trat sie in international bekannten Filmen wie dem Oscar-Gewinner DAS LEBEN DER ANDEREN (2006) und DER VORLESER (2008) auf. Zuletzt war sie in der TV-Serie "Babylon Berlin" neben Peter Kurth zu sehen. Sehr bewegt hatte sie, dass sie noch die Chance hatte mit Francois Ozon zu arbeiten in dem Film FRANTZ an der Seite von Ernst Stötzner.

In der Akademie war sie oft und gern gesehen! Sie engagierte sich in den letzten Jahren mehrfach in der Vorauswahl und nahm mit großer Freunde und guter Laune am Akademieleben teil.
In ihrer letzten Email schrieb sie: Seht es mir nach, dass ich nicht kommen kann, ich bitte darum und wenn Ihr dran denkt, dann trinkt doch ein bis viele Gläser auf mich.

Marie Gruber starb am vergangenen Donnerstag nach langer schwerer Krankheit im engsten Kreis.
Marie, du wirst uns sehr sehr fehlen!

Akademie Vorstandsmitglied Annekatrin Hendel verabschiedet sich von Marie Gruber mit einem persönlichen Brief: Für Marie Gruber (PDF)

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