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Hark Bohm, Alfred Holighaus::Werkstattgespräch Hark Bohm

IN EIGENER SACHE

Der aktuelle Artikel in der ZEIT über Dieter Wedel hat belegt, dass sexuelle Übergriffe nicht nur eine Sache von Opfer und Täter sind, sondern dass Teile der Filmteams diesen Missbrauch wahrnehmen, aber dazu schweigen. Nicht nur die Teams, auch die Produktionsfirmen und Sender haben nicht reagiert. Weil sich niemand verantwortlich fühlte, war es offensichtlich möglich, dass ein Täter jahrzehntelang ungestört Menschen missbrauchen konnte.

Es hat sich seit den 70er und 80er Jahren Einiges geändert, aber der notwendige  Kulturwandel ist bei Weitem nicht abgeschlossen. Und immer noch müssen sich Menschen gegen sexuelle Übergriffe wehren, immer noch herrscht die Angst, die Karriere zu gefährden. Oft wird mit der „Freiheit der Kunst“ argumentiert, dabei wird aber vergessen, dass diese Freiheit auch den Künstler/innen zusteht, die ihre Kunst ausüben wollen, ohne neben ihren künstlerischen Ängsten auch noch um ihre sexuelle Selbstbestimmung fürchten zu müssen.

Um das zu erreichen, müssen wir ALLE Verantwortung übernehmen und Partei ergreifen, wenn uns Missbrauch auffällt.  Wir brauchen eine Atmosphäre, die verhindert, dass Übergriffe überhaupt stattfinden. Das kollektive Schweigen muss ein Ende haben.

Die Akademie hat einen klaren Fahrplan, um diesen Wandel zu unterstützen. Sie arbeitet dabei intensiv mit BFFS, Produzentenallianz und ProQuote Regie zusammen, aber auch mit branchenfremden Fachleuten. Erste Ergebnisse dieser Arbeit werden im Februar vorgestellt.

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