Wir gratulieren Wim Wenders zum 80. Geburtstag!
Zum 80. Geburtstag gratuliert Florian Gallenberger, Präsident der Deutschen Filmakademie:
„Ich bin sicher, dass neben all den großen Erfolgen, die Du erreicht hast, also sozusagen neben Deiner offiziellen Bedeutung, Du für so viele Menschen eine persönliche Bedeutung erlangt hast, von der Du selbst nicht einmal wissen kannst.
Ich persönlich und die Deutsche Filmakademie und all die Filmschaffenden, die darin vereint sind, danken Dir für diesen unschätzbaren Beitrag, diese unauslöschliche, menschliche Spur, die Du mit Deinen Filmen gelegt hast, die mittlerweile die ganze Welt umspannt und die unzähligen Menschen erreicht und so miteinander verbindet.“
Seit über fünf Jahrzehnten prägt Wim Wenders mit seinem unverwechselbaren Blick das internationale Kino. Geboren 1945 in Düsseldorf, studierte er zunächst Medizin und Philosophie, bevor er sich ganz dem Film verschrieb. Nach einem Paris-Aufenthalt wurde er 1968 an der Hochschule für Fernsehen und Film München aufgenommen.
Sein erster Langfilm „Summer in the City“ (1971) und seine Mitgründung des Filmverlags der Autoren markierten den Beginn einer außergewöhnlichen Karriere. Mit Filmen wie „Alice in den Städten“ (1974), „Falsche Bewegung“ (1975) und „Im Lauf der Zeit“ (1976) wurde er zu einer zentralen Figur des Neuen Deutschen Films. Seinen weltweiten Durchbruch feierte er 1984 mit „Paris, Texas“, einem melancholischen Roadmovie, das mit der Goldenen Palme in Cannes sowie einem BAFTA ausgezeichnet wurde. In „Der Himmel über Berlin“ (1987) schuf Wenders ein poetisches Liebeslied an die geteilte Stadt – der Film wurde mit dem Europäischen Filmpreis geehrt und gilt bis heute als Meilenstein des europäischen Kinos.
Wenders’ Werk umfasst auch gefeierte Dokumentarfilme wie „Buena Vista Social Club“ (1999), „Pina“ (2011) und „Das Salz der Erde“ (2014), die allesamt für den Oscar nominiert wurden. Zu seinen zahlreichen Auszeichnungen zählen u. a. der Goldene Löwe in Venedig („Der Stand der Dinge“,1982), der Regiepreis von Cannes („Der Himmel über Berlin“, 1987), der Europäische Filmpreis (mehrfach, u. a. für „Pina“, 2011) und ein Silberner Bär für „The Million Dollar Hotel“ (2000). Darüber hinaus erhielt Wenders zahlreiche Ehrenpreise. Er ist Gründungsmitglied der Deutschen Filmakademie und war 24 Jahre lang bis 2020 Präsident der Europäischen Filmakademie.
Mit Werken wie „Perfect Days“ (2023) und „Anselm – Das Rauschen der Zeit“ (2024) bleibt er auch heute einer der wichtigsten deutschen Regisseure unserer Zeit.
Herzlichen Glückwunsch, lieber Wim!
Fotogalerie
Zum 80. Geburtstag zeigt arte einen Programmschwerpunkt und präsentiert sowohl bedeutende Werke, als auch ein Porträt und eine Masterclass.