Die Filmbranche hat die Problematik von strukturellem Rassismus und gruppenbezogener Diskriminierung, die sich unter anderem in mangelnder Sichtbarkeit unterrepräsentierter Gruppen vor und hinter der Kamera zeigt, erkannt und versucht mit verschiedenen Maßnahmen, die diversitätsorientierte Entwicklung voranzutreiben. Als Deutsche Filmakademie sehen wir die Verantwortung, uns gegen Diskriminierung jeder Art zu positionieren und wollen durch eigene Maßnahmen aber auch die Vernetzung mit anderen Akteur:innen Maßnahmen unterstützen und in die Breite der Branche tragen.
Im Extrablatt erscheint in jeder Ausgabe das „Diversity Spotlight“, um auf Veranstaltungen, Bücher, Podcasts oder vieles mehr aufmerksam zu machen.
Wir haben bereits 2020 unsere Aufnahmekriterien für neue Mitglieder hinterfragt und angepasst und die vergangenen Jahre Filmschaffende aus unterrepräsentierten Gruppen zu einer Mitgliedschaft oder auch dem Freundeskreis eingeladen und dies auch in die Satzung aufgenommen.
Sofern es sich nicht um interne Mitglieder-Veranstaltungen handelt, laden wir bewusst auch externe Filmschaffende aus unterrepräsentierten Gruppen zu unseren Veranstaltungen (z.B. dem Berlinale-Empfang der Akademie) ein, um ihre Arbeit sichtbar zu machen und auch um ihnen den Kontakt zu wichtigen Branchenakteur:innen und Kreativen zu ermöglichen. Wir sind ganzjährig in engem Austausch mit Akteur:innen, wie z.B. den Schwarzen Filmschaffenden e.V. oder Rollenfang.
Wir achten gezielt darauf, Filmschaffende unterrepräsentierter Gruppen und ihre Expertise bei unseren Veranstaltungen und Projekten teilhaben zu lassen und sichtbar zu machen – auf Podien, Mitgliederveranstaltungen oder in Podcasts – als Moderator:innen wie Gäst:innen. Wir briefen die Beteiligten unserer Veranstaltungen und bemühen uns um eine wertschätzende, respektvolle und nicht diskriminierende Sprache von Gäst:innen und Publikum.