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Andres Veiel::beim Werkstattgespräch mit Andres Veiel und Pepe Danquart im November
Susanne Bormann, Bernhard Schütz, Petra Zieser und Hendrik Handloegten::beim Nominiertenabend in der PanAm Lounge
Hark Bohm und Pepe Danquart::beim Werkstattgespräch mit Andres Veiel und Pepe Danquart im November

Hans Helmut Prinzler

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„Als Mierendorff diesen expressionistisch gefühlten Text zu Papier gebracht hat, da war das Kino erst fünfundzwanzig Jahre alt. Damals, 1920, wurden bereits fünfhundert neue deutsche Filme gezeigt. Von diesen fünfhundert Filmen gibt es drei, die eigentlich jeder kennen müsste: DAS KABINETT DES DOKTOR CALIGARI von Robert Wiene, DER GOLEM von Carl Boese und Paul Wegener und ANNA BOLEYN von Ernst Lubitsch. Und alle kennen NOSFERATU von Murnau, der ein Jahr später entstand und zum Kanon gehört. Aber auch bei den schönen DVDs der alten Filmen wünscht man sich doch: Hätten sie das Kino!

Aber was lehrt uns die deutsche Filmgeschichte? Was ist an ihr so schön und so schrecklich? Wie verbinden wir die deutsche Geschichte mit dem deutschen Film? Und wir wollen aus der politischen Geschichte immer wieder viel lernen. Was machen wir mit den alten, wenn es ständig neue Filme gibt, außer sie im Archiv zu verwahren? Die Halbwertzeit von Filmen hat sich dramatisch verringert, und so haben wir als Filmhistoriker den wunderbaren, manchmal etwas anstrengenden und nur gelegentlich erfolgreichen Job, immer wieder an Filme zu erinnern. Die Erinnerung an Filme mit der Gegenwart und auch mit der Zukunft zu verknüpfen, das wäre, hätte ich das Kino, meine Vision.

Eigentlich geht es doch vor allem um Neugierde, um Sehnsucht, um Hören und Sehen, offene Augen und Ohren, um Kopf und Herz. Insofern geht es auch um Leidenschaft für das Alte und für das Neue, und für alles, was zwischen Gestern und Heute Verbindungen schafft. Noch haben wir das Kino, also nichts wie hinein und lasst es dunkel werden, damit sich unsere Augen öffnen. Denn die deutsche Filmgeschichte ist besser als ihr Ruf! Und die deutschen Filme sind es doch sowieso, oder spätestens ab morgen, wenn alle guten Vorsätze von heute erfüllt werden.”

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