zum Thema Schauspielerei am Beispiel von DIE SPIELWÜTIGEN (Regie: Andres Veiel)
Im Anschluss an die Vorführung des preisgekrönten Dokumentarfilms DIE SPIELWÜTIGEN, zu der in beiden Städten Regisseur Andres Veiel anwesend war, fand in Berlin ein gemeinsames Gespräch zwischen ihm und Jürgen Vogel statt. In München führte Senta Berger, die Präsidentin der Deutschen Filmakademie, zunächst in das Thema ein, um sich dann mit Veiel und dem Publikum zu unterhalten.
zum Thema Kamera am Beispiel von KURZ UND SCHMERZLOS (Regie: Fatih Akin)
Wolfgang Treu, Jost Vacano und Michael Ballhaus, drei der renommiertesten deutschen Kameramänner, gaben zuerst einen allgemeinen Einblick in den vielfältigen Arbeitsbereich eines Kameramannes, um danach zum Film des Abends überzuleiten. KURZ UND SCHMERZLOS hat ein eigenes Kamerakonzept, das jede der drei Hauptfiguren mit einem eigenen Kamerastil erzählt. Das eigenwillig raue, dennoch berührende Filmdebüt des diesjährigen Berlinale-Siegers Fatih Akin brachte ihm in Locarno einen bronzenen Leoparden sowie zwei Nominierungen für den Deutschen Filmpreis als bester Film und für die beste Regie ein.
zum Thema Schnitt am Beispiel von MUXMÄUSCHENSTILL (Regie: Jan Henrik Stahlberg)
Sarah Clara Weber, Ursula Höfer und Peter R. Adam gaben persönliche Einblicke in ihre Arbeit als Cutter und sprachen über allgemeine Techniken der Montage. Anschließend drehte sich alles um MUXMÄUSCHENSTILL, eine eigenwillige, schwarze und bitterböse Satire, die das Festivalpublikum und die Presse bereits zu Begeisterungsstürmen veranlasst und etliche Preise abgeräumt hat.
zum Thema Filmmusik am Beispiel von HÖLLENTOUR (Regie: Pepe Danquart, Musik: Till Brönner)
Musik gab es im Kino schon, als die Bilder zwar laufen, aber noch nicht sprechen gelernt hatten. Filmmusik ist deshalb seit den Anfängen des Kinos ein wesentlicher dramaturgischer Baustein des Filmemachens und schürt wie kaum ein anderes Element die Emotionen des Publikums. Musik schafft Assoziationen, Erinnerungen und sogar zusätzliche Bilder. Kino ist Erzählen. Jeder Kreative beim Filmemachen – vom Autor über den Cutter bis zum Regisseur – ist ein Erzähler. Das gilt in ganz besonderem Maße auch für Filmkomponisten. Die Musikproduzenten Jost Bach und Arne Schumann, die maßgeblich an der Filmmusik des Jazzvirtuosen Till Brönner zu HÖLLENTOUR beteiligt waren, berichteten wie die Filmkomponisten Stefan Hansen und Uli Reuter anschaulich von ihren speziellen musikalischen Erzählungen.
zum Thema internationale Produktionen am Beispiel von STRATOSPHERE GIRL (Regie: M. X. Oberg)
Die meisten deutschen Filme werden naturgemäß für den deutschen Markt produziert, in deutscher Sprache und mit den entsprechenden Themen und Talenten. Doch Film ist ein internationales Geschäft, das auch deutsche Produzenten immer stärker als solches betreiben – mit Filmen, die hier entwickelt und dann international finanziert, besetzt und hergestellt werden. Die Produzenten und Akademiemitglieder Roshanak Behesht Nedjad und Helge Albers, Peter Herrmann und Christoph Friedel berichteten von ihren Erfahrungen in diesem Bereich.
mit ausgewählten Hochschulfilmen aus Berlin, Hamburg und München
Wie bei jedem künstlerischen Beruf ist auch beim Filmemachen Talent die wichtigste Voraussetzung für gute und erfolgreiche Arbeit – und es gibt viele Wege, dieses Talent zu entdecken und zu fördern. Die Filmhochschulen in Deutschland wollen und können solche Wege ebnen. Filmemacher als Ausbildungsberuf – das ist kein künstlerisches Manko, sondern längst ein elementarer und kreativer Bestandteil der Filmbranche. Das gilt natürlich im besonderen Maße, wenn die Ausbilder selbst Filmschaffende sind. Die Filmhochschulleiter Hark Bohm in Hamburg und Georg Feil in München sowie Studienleiter Werner Barg in Berlin gaben diesbezüglich aktuelle Einblicke zum Semesterbeginn und berichteten über Theorie und Praxis der akademischen Filmausbildung in Deutschland.
zum Thema Drehbuch am Beispiel von DIE FETTEN JAHRE SIND VORBEI (Regie: Hans Weingartner)
Billy Wilders Verdikt vom guten Drehbuch als wichtigstem Garanten für einen guten Film wird immer gelten. Ohne Geschichte und dramaturgische Linie lässt sich im Kino nichts erzählen. Allerdings haben sich in den letzten Jahren – nicht zuletzt durch die Möglichkeiten der digitalen Kamera – die Entstehungsgeschichten von Spielfilm-Drehbüchern erweitert. Oft entsteht die Drehfassung eines Buches erst am Set – mit Hilfe der Schauspieler. Der Regisseur Hans Weingartner hat für diese Methode bereits zwei beeindruckende Beispiele geliefert. Hans Weingartner und seine Autorin Katharina Held sowie Ruth Toma, Burghart Klaußner und Natja Brunckhorst erzählten von unterschiedlichen Methoden zur Entwicklung eines Drehbuchs und ihren persönlichen Erfahrungen damit.
zum Thema Sound am Beispiel von ERBSEN AUF HALB SECHS (Regie: Lars Büchel)
Das Ohr sieht mit. Töne können gerade im Kino eigene Bilder erzeugen, Emotionen verstärken, Geschichten vorantreiben und ganz besondere Akzente setzen. Sounddesign ist als Element des Filmemachens immer wichtiger geworden und hat sich vom Handwerk zur Kunstform entwickelt, die sich selbst jedoch nach wie vor als dramaturgische Dienstleistung versteht. Bei einem Film wie ERBSEN AUF HALB SECHS, dessen Protagonisten blind sind, muss die Tonspur dafür sorgen, den Zuschauer mit den Ohren sehen zu lassen. Über ihre spannende Arbeit und die kreativen Möglichkeiten eines Sounddesigners sprachen Frank Kruse in Berlin, Martin Langenbach in Hamburg und ihr Kollege Stefan Busch in München.
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