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Anne Leppin und Alfred Holighaus im Gespräch mit Diana Iljine::beim Empfang zum Filmfest München
Barbara Sukowa und Gero Gandert::beim Warm Up zum Deutschen Filmpreis
Diana Iljine und Iris Berben::beim Empfang zum Filmfest München

Begegnungen im Kino 2004

19. April 2004 (Berlin) & 17. Mai 2004 (München): „Schauspielerei – Wunsch und Wirklichkeit”

zum Thema Schauspielerei am Beispiel von DIE SPIELWÜTIGEN (Regie: Andres Veiel)

Im Anschluss an die Vorführung des preisgekrönten Dokumentarfilms DIE SPIELWÜTIGEN, zu der in beiden Städten Regisseur Andres Veiel anwesend war, fand in Berlin ein gemeinsames Gespräch zwischen ihm und Jürgen Vogel statt. In München führte Senta Berger, die Präsidentin der Deutschen Filmakademie, zunächst in das Thema ein, um sich dann mit Veiel und dem Publikum zu unterhalten.


21. Juni 2004: „Bildgestaltung als dramaturgisches Mittel”

zum Thema Kamera am Beispiel von KURZ UND SCHMERZLOS (Regie: Fatih Akin)

  • Berlin: Michael Ballhaus (Kameramann)
  • Hamburg: Wolfgang Treu (Kameramann von NORDSEE IST MORDSEE)
  • München: Jost Vacano (Kameramann bei DIE VERLORENE EHRE DER KATHARINA BLUM und ROBOCOP, Oscar-Nominierungen für DAS BOOT)

Wolfgang Treu, Jost Vacano und Michael Ballhaus, drei der renommiertesten deutschen Kameramänner, gaben zuerst einen allgemeinen Einblick in den vielfältigen Arbeitsbereich eines Kameramannes, um danach zum Film des Abends überzuleiten. KURZ UND SCHMERZLOS hat ein eigenes Kamerakonzept, das jede der drei Hauptfiguren mit einem eigenen Kamerastil erzählt. Das eigenwillig raue, dennoch berührende Filmdebüt des diesjährigen Berlinale-Siegers Fatih Akin brachte ihm in Locarno einen bronzenen Leoparden sowie zwei Nominierungen für den Deutschen Filmpreis als bester Film und für die beste Regie ein.


19. Juli 2004: „Vom ersten Schritt zum letzten Schliff: Die Kunst der Filmmontage”

zum Thema Schnitt am Beispiel von MUXMÄUSCHENSTILL (Regie: Jan Henrik Stahlberg)

  • Berlin: Sarah Clara Weber (Cutterin von MUXMÄUSCHENSTILL)
  • Hamburg: Ursula Höfer (Schnitt bei GLOOMY SUNDAY und BLUE PRINT)
  • München: Peter R. Adam (Schnitt bei COMEDIAN HARMONISTS, GOOD BYE LENIN! und HERR LEHMANN)

Sarah Clara Weber, Ursula Höfer und Peter R. Adam gaben persönliche Einblicke in ihre Arbeit als Cutter und sprachen über allgemeine Techniken der Montage. Anschließend drehte sich alles um MUXMÄUSCHENSTILL, eine eigenwillige, schwarze und bitterböse Satire, die das Festivalpublikum und die Presse bereits zu Begeisterungsstürmen veranlasst und etliche Preise abgeräumt hat.


16. August 2004: „Der Klang der Bilder – Wie entsteht die Musik zum Film”

zum Thema Filmmusik am Beispiel von HÖLLENTOUR (Regie: Pepe Danquart, Musik: Till Brönner)

  • Berlin: Jost Bach (Musikproduzent), Arne Schumann (Musikproduzent) und Pepe Danquart (Dokumentarfilmregisseur)
  • Hamburg: Stefan Hansen (Filmkomponist, u.a. bei ERBSEN AUF HALB SECHS)
  • München: Uli Reuter (Filmkomponist, u.a. bei 14 TAGE LEBENSLÄNGLICH)

Musik gab es im Kino schon, als die Bilder zwar laufen, aber noch nicht sprechen gelernt hatten. Filmmusik ist deshalb seit den Anfängen des Kinos ein wesentlicher dramaturgischer Baustein des Filmemachens und schürt wie kaum ein anderes Element die Emotionen des Publikums. Musik schafft Assoziationen, Erinnerungen und sogar zusätzliche Bilder. Kino ist Erzählen. Jeder Kreative beim Filmemachen – vom Autor über den Cutter bis zum Regisseur – ist ein Erzähler. Das gilt in ganz besonderem Maße auch für Filmkomponisten. Die Musikproduzenten Jost Bach und Arne Schumann, die maßgeblich an der Filmmusik des Jazzvirtuosen Till Brönner zu HÖLLENTOUR beteiligt waren, berichteten wie die Filmkomponisten Stefan Hansen und Uli Reuter anschaulich von ihren speziellen musikalischen Erzählungen.


20. September 2004: „Raus aus der Haut – Filmproduktion als internationale Herausforderung”

zum Thema internationale Produktionen am Beispiel von STRATOSPHERE GIRL (Regie: M. X. Oberg)

  • Berlin: Helge Albers (Produzent von SILENT WATERS), Roshanak B. Nedjad
  • Hamburg: Christoph Friedel (Produzent von STRATOSPHERE GIRL)
  • München: Peter Herrmann (Produzent von NIRGENDWO IN AFRIKA)

Die meisten deutschen Filme werden naturgemäß für den deutschen Markt produziert, in deutscher Sprache und mit den entsprechenden Themen und Talenten. Doch Film ist ein internationales Geschäft, das auch deutsche Produzenten immer stärker als solches betreiben – mit Filmen, die hier entwickelt und dann international finanziert, besetzt und hergestellt werden. Die Produzenten und Akademiemitglieder Roshanak Behesht Nedjad und Helge Albers, Peter Herrmann und Christoph Friedel berichteten von ihren Erfahrungen in diesem Bereich.


18. Oktober 2004: „Kann man Kino lernen? – Filmemachen als Studium”

mit ausgewählten Hochschulfilmen aus Berlin, Hamburg und München

Wie bei jedem künstlerischen Beruf ist auch beim Filmemachen Talent die wichtigste Voraussetzung für gute und erfolgreiche Arbeit – und es gibt viele Wege, dieses Talent zu entdecken und zu fördern. Die Filmhochschulen in Deutschland wollen und können solche Wege ebnen. Filmemacher als Ausbildungsberuf – das ist kein künstlerisches Manko, sondern längst ein elementarer und kreativer Bestandteil der Filmbranche. Das gilt natürlich im besonderen Maße, wenn die Ausbilder selbst Filmschaffende sind. Die Filmhochschulleiter Hark Bohm in Hamburg und Georg Feil in München sowie Studienleiter Werner Barg in Berlin gaben diesbezüglich aktuelle Einblicke zum Semesterbeginn und berichteten über Theorie und Praxis der akademischen Filmausbildung in Deutschland.


15. November 2004: „Dramaturgie durch Improvisation. Wie sieht die Arbeit aus, wenn die Drehfassung am Set entsteht”

zum Thema Drehbuch am Beispiel von DIE FETTEN JAHRE SIND VORBEI (Regie: Hans Weingartner)

Billy Wilders Verdikt vom guten Drehbuch als wichtigstem Garanten für einen guten Film wird immer gelten. Ohne Geschichte und dramaturgische Linie lässt sich im Kino nichts erzählen. Allerdings haben sich in den letzten Jahren – nicht zuletzt durch die Möglichkeiten der digitalen Kamera – die Entstehungsgeschichten von Spielfilm-Drehbüchern erweitert. Oft entsteht die Drehfassung eines Buches erst am Set – mit Hilfe der Schauspieler. Der Regisseur Hans Weingartner hat für diese Methode bereits zwei beeindruckende Beispiele geliefert. Hans Weingartner und seine Autorin Katharina Held sowie Ruth Toma, Burghart Klaußner und Natja Brunckhorst erzählten von unterschiedlichen Methoden zur Entwicklung eines Drehbuchs und ihren persönlichen Erfahrungen damit.


20. Dezember 2004: „Der Ton macht das Bild – Wer nicht sehen kann, muss hören”

zum Thema Sound am Beispiel von ERBSEN AUF HALB SECHS (Regie: Lars Büchel)

Das Ohr sieht mit. Töne können gerade im Kino eigene Bilder erzeugen, Emotionen verstärken, Geschichten vorantreiben und ganz besondere Akzente setzen. Sounddesign ist als Element des Filmemachens immer wichtiger geworden und hat sich vom Handwerk zur Kunstform entwickelt, die sich selbst jedoch nach wie vor als dramaturgische Dienstleistung versteht. Bei einem Film wie ERBSEN AUF HALB SECHS, dessen Protagonisten blind sind, muss die Tonspur dafür sorgen, den Zuschauer mit den Ohren sehen zu lassen. Über ihre spannende Arbeit und die kreativen Möglichkeiten eines Sounddesigners sprachen Frank Kruse in Berlin, Martin Langenbach in Hamburg und ihr Kollege Stefan Busch in München.

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