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15.04.2009

Ehrenpreisträger 2009

Die zehnköpfige Jury – bestehend aus den Akademiemitgliedern Bernd Eichinger, Michael Bully Herbig, Roland Suso Richter, Günter Rohrbach, Barbara Rudnik, Jasmin Tabatabai und dem Ehrenmitglied Reinhard Hauff sowie den Freunden und Förderern Stefan Gärtner, Mechthild Holter und Franz Kraus – hat entschieden, den Ehrenpreis des DEUTSCHEN FILMPREISES 2009 an Bernhard Victor Christoph-Carl von Bülow zu vergeben. Von Bülow, besser bekannt unter seinem Künstlernamen Loriot, bereichert Deutschland seit fast 50 Jahren mit seinem feinsinnigen Humor. Mit nur zwei Komödien, ÖDIPUSSI und PAPPA ANTE PORTAS, hat er sich in die deutsche Kinogeschichte eingeschrieben.
 
Günter Rohrbach, Vorsitzender der Ehrenpreis-Jury und Präsident der DEUTSCHEN FILMAKADEMIE über Vicco von Bülow und seine grandiosen Kinofilme:
„Als er seinen ersten Spielfilm drehte, war er bereits in seinen Sechzigern. Gleichwohl nannte er sich in schöner Selbstironie einen ‚Jungfilmer’. Er hat dann nach ÖDIPUSSI nur noch einen weiteren Film, PAPPA ANTE PORTAS, inszeniert, beides Höhepunkte deutscher Komödienproduktion, beide unvergleichlich in ihrem
Witz und ihrer intellektuellen Brillanz. Vicco von Bülow, genannt Loriot, hatte sich viele Jahre lang auf seine Filmkarriere vorbereitet. In zahlreichen Fernsehsketchen hatte er seinen unverwechselbaren Stil entwickelt.
Sein Humor gründete in der genauen Beobachtung der Wirklichkeit. Deren immanente Komik, genaues Timing und seine bis ins Pedantische reichende Sorgfalt in den Arrangements begründeten seine singuläre Position unter den Komikern dieses Landes. Kein anderer hat in den vergangenen Jahrzehnten ein vergleichbares Niveau erreicht. Auch wenn er selbst nur zwei Spielfilme gedreht hat, so wurde er doch zum Vorbild für jene, die sich neben und nach ihm auf diesem Feld bemüht haben. Er hat die Standards gesetzt, an denen sie sich zu orientieren hatten. Alle haben sie von ihm gelernt, alle schulden wir ihm Dank für ein bewundernswert großes Werk.”


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