Zwischen dem 11. und 26. November 2008 hieß es wieder: Vorhang auf für die Woche des jüngsten deutschen Films! Bei drei Akademie-Veranstaltungen in Berlin und München diskutierten engagierte Filmschaffende neue deutsche Produktionen und aktuelle Fragen zum Film.
„Kassenwart oder kompetenter Ermöglicher – Wie hat sich das Bild vom Produzenten verändert und was zeichnet einen guten Produzenten aus?”
Nicht nur in den Medien sind die Produzenten im letzten Jahr immer stärker in den Mittelpunkt getreten. Der moderne Produzent ist zum kreativen Produzenten geworden, der von der Idee über die Stoffentwicklung bis zur Fertigstellung eines Films aktiv beteiligt ist. Er ist nicht nur für die Finanzierung und die Vermarktung verantwortlich, sondern auch erster Ansprechpartner für Filmförderer und Sender und arbeitet mit seinem Regisseur und Autor künstlerisch zusammen. Der kreative Produzent ist ein Multitalent und ein Kommunikationsgenie, das mühelos die gegensätzlichen Anforderungen vereint. Bewährte Rollen- und Feindbilder sind in Bewegung geraten. Im Neuen Arena in München diskutierten am 11. November 2008 u.a. der Produzent Dieter Ulrich Aselmann (WINTERREISE), die Produzentin Janine Jackowski (DER WALD VOR LAUTER BÄUMEN) und der Produzent und Autor Ulrich Limmer (DAS SAMS) mit Moderatorin Bettina Reitz über die veränderte Rolle des Produzenten.
„Das Dokfilmwunder – Was ist neu am Dokumentarfilm und warum ist er so erfolgreich?”
Im Berliner Filmmuseum drehte sich am 14. November 2008 alles um die hohe Attraktivität des Dokumentarfilms. Doku-Feature, Fake-Doku, Doku-Soap, Reality-TV – kaum ein Genre hat sich in den letzten Jahren so dramatisch verändert wie der Dokumentarfilm und selten war das Interesse an dokumentarischen Erzählformen so groß wie heute. Dokumentarfilme gehören endlich wie selbstverständlich ins Kinoprogramm, schreiben nicht selten schwarze Zahlen und erlangen Kultfilmcharakter. Der Dokumentarfilmproduzent Thomas Kufus (DIE KINDER SIND TOT), Regisseur Douglas Wolfsperger (DER LANGE WEG ANS LICHT) und Regisseur Hubertus Siegert (KLASSENLEBEN) spürten dieser Entwicklung auf Einladung der Deutschen Filmakademie nach. Mehr...
„Kino am Puls der Zeit”
Zum Abschluss der Woche des jüngsten deutschen Films, am 26. November 2008, präsentierte die Deutsche Filmakademie ein Doppelfeature der besonderen Art: Im Filmkunst 66 in Berlin wurden zunächst die Filme DAS FREMDE IN MIR (Regie: Emily Atef) und WOLKE NEUN (Regie: Andreas Dresen) gezeigt und danach mit den anwesenden Regisseuren, dem Publikum und Moderator Nicolaus Schröder diskutiert.