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Anne Leppin::auf der Mitgliederversammlung im Juni in Berlin
Andreas Ulmke-Smeaton::beim Empfang zu LOLA@Berlinale im Februar in Berlin

Deutsche Drehbücher

Bevor ein Film produziert werden kann, muss ihn sich ein Autor erst einmal ausdenken, Satz für Satz und Szene für Szene. Jeder Regisseur verlangt nach einem Drehbuch. Umso überraschender ist es, wie sehr sich das zugrundeliegende Drehbuch häufig vom fertigen Film unterscheidet. 

Um diesen langwierigen Prozess vom Drehbuch zum fertigen Film nachvollziehbar zu machen, gibt die Deutsche Filmakademie gemeinsam mit ihren Mitgliedern Fred Breinersdorfer und Dorothee Schön seit 2008 die Reihe DEUTSCHE DREHBÜCHER heraus. So wird die Arbeit herausragender Drehbuchautoren vorgestellt, deren Bücher für den DEUTSCHEN FILMPREIS nominiert wurden.

Sie können einzelne Drehbücher oder die kompletten Jahrgänge der DEUTSCHEN DREHBÜCHER der Deutschen Filmakademie einmalig oder im Abonnement hier online bestellen:



Jahrgang 2011

Die drei veröffentlichten Drehbücher des Jahrgangs 2011 sind ein Beweis für Vielfalt des deutschen Filmschaffens:

Mit ALMANYA – WILLKOMMEN IN DEUTSCHLAND haben die beiden Schwestern Yasemin und Nesrin Samdereli den Deutschen Filmpreis 2011 für das Beste Drehbuch gewonnen. Ein mit Liebe zum Detail entwickelter Publikumsfilm, der mit Hilfe einer unkonventionellen Erzählweise aus einer deutsch-türkischen Familiengeschichte ein universelles Thema macht, das uns alle btreifft.

 

MIN DIT – DIE KINDER VON DIYARBAKIR, ist ein Drama, das beruhend auf wahren Begebenheiten, über traumatischer Erlebnisse in Türkisch-Kurdistan während des Bürgerkrieges aus der Sicht zweier Kinder erzählt.

Mit VINCENT WILL MEER liefert Florian David Fitz sein Drehbuchdebut ab, für das er zugleich den Deutschen Filmpreis 2011 für die beste männliche Hauptrolle und die LOLA in Gold für den BESTEN SPIELFILM gewonnen hat. Ein Roadmovie, das sich zielsicher auf dem schmalen Grat zwischen Drama und Komödie bewegt und einen Tonfall findet, der Zuschauer und Figuren ernst nimmt und damit einer der Überraschungserfolge im Kinojahr 2010 wurde. 

 

 

Jahrgang 2010

Die drei veröffentlichten Drehbücher des Jahrgangs 2010 zeigen die Vielfalt des gegenwärtigen deutschen Filmschaffens: ein deutsch-türkischer Film aus dem Hier und Heute, der uns die Schwierigkeit des Lebens zwischen zwei Kulturen vor Augen führt,

ein streng komponiertes Drama aus Deutschland zu Beginn seines besonders schrecklichen Jahrhunderts, das bereits weltweit Auszeichnungen erhielt und für den Oscar für den besten fremdsprachigen Film nominiert war,

und eine Komödie über das Filmemachen und die Tücken menschlicher Eitelkeiten, in der der Sprücheklopfer Otto Kullberg sich als Schauspieler im Film und als Mann zwischen zwei Frauen behaupten muss.

Jahrgang 2009

Die drei Drehbüchern des Jahrganges 2009 eint, dass sie sehr intensive, konfliktbeladene Geschichten behandeln, die von Einsamkeit und Lebensbrüchen erzählen.

NOVEMBERKIND, eine Gemeinschaftsarbeit von Christian und Heide Schwochow, erzählt die Geschichte einer jungen Frau, die aus der Einöde Mecklenburg-Vorpommerns ausbricht, um ihre Wurzeln zu suchen – und dabei zu sich selbst findet.

 

Das Kiez-Drama CHIKO hingegen lebt von der Gewalt und dem Größenwahn seines Film-Protagonisten. Einsamkeit ist hier immer auch der Widerspruch zwischen eigenen kriminellen Machenschaften und persönlichen Bindungen oder der Verlust von Familie und Freunden.

Johanna Stuttmanns Drehbuchdebüt NACHT VOR AUGEN hat bereits im August 2008 den FIRST STEPS Award gewonnen. Sie erzählt die berührende und zugleich verstörende Geschichte eines jungen Afghanistan-Heimkehrers, der völlig traumatisiert eine gefährliche Beziehung zu seinem kleinen Bruder aufbaut.  

 

 

Jahrgang 2008

Mit Fatih Akins AUF DER ANDEREN SEITE und Doris Dörries KIRSCHBLÜTEN – HANAMI startet die Deutsche Filmakademie 2008 die Drehbuchreihe.

AUF DER ANDEREN SEITE und KIRSCHBLÜTEN – HANAMI sind zwei Drehbücher, aus denen sehr intensive, berührende Filme erwachsen sind. Fatih Akin und Doris Dörrie haben sowohl das Drehbuch geschrieben als auch Regie geführt. Ihre Filme erzählen von der Trauer um geliebte Menschen – und könnten verschiedener kaum sein.

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