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Andres Veiel, Hark Bohm und Pepe Danquart::beim Werkstattgespräch mit Andres Veiel und Pepe Danquart im November
Stefan Sarazin, Thomas Thielsch und Judith Kaufmann::beim Werkstattgespräch mit Andres Veiel und Pepe Danquart im November
Hendrik Handloegten::bei den First Steps Awards 2012

Erklärung zum „Offenen Brief“ vom 18. Oktober 2012. 19.10.2012

Seit 2005 vergibt die DEUTSCHE FILMAKADEMIE den Deutschen Filmpreis für den Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien. Ein Preis, der in seiner über 60-jährigen Geschichte immer dotiert und ein wichtiges Instrument der Filmförderung des Bundes war. Dieses ist niemals in Frage gestellt worden.

Die DEUTSCHE FILMAKADEMIE hat die Aufgabe, diesen Preis in dieser Form zu verleihen, aus guten Gründen übernommen. Sie hat aus einem wenig transparenten Gremien-Verfahren ein ausgeklügeltes, äußerst transparentes und demokratisch funktionierendes Vergabeverfahren gemacht – mit der Nebenwirkung, dass der deutsche Film und der Deutsche Filmpreis mehr Aufmerksamkeit bekamen als je zuvor.

Dass in der DEUTSCHEN FILMAKADEMIE nicht genügend über das Wahlverfahren und wie man es effektiv und gerecht gestaltet, diskutiert wird, kann ja nicht ernsthaft der Vorwurf sein. Die Diskussion über den richtigen Weg zum Deutschen Filmpreis ist ein Dauerbrenner in der DEUTSCHEN FILMAKADEMIE und wird seit Jahren geführt. Nicht zur Diskussion steht die Kompetenz eines „Gremiums“, das aus fast 1400 Filmschaffenden besteht und in seinen Entscheidungen stets Sachverstand und Unabhängigkeit bewiesen hat. Dass diese Entscheidungen den „kleinsten gemeinsamen Nenner“ widerspiegeln, ist eine These, die nicht schlüssig belegt werden kann, schon gar nicht durch die Hypothese, dass Preisträger von früher heute keine Chance mehr hätten. Es gibt kein Muster. Wenn einerseits die Filme prämiert werden, die auch von der Filmkritik Preise erhalten und andererseits Filme, die „große Kassenerfolge“ waren – wie in den letzten beiden Jahren geschehen – ist eben keine Tendenz zu erkennen.

Rund um die Filmpreisverleihung findet ein öffentlicher Diskurs über die Filme, ihre Macher und Qualitäten statt, wie er ohne die DEUTSCHE FILMAKADEMIE nicht möglich wäre. Schon die Tatsache, dass alle Mitglieder der Filmakademie die Möglichkeit haben, alle Filme des Jahrganges zu sehen und sich intensiv damit auseinanderzusetzen, macht die Akademie zu einem wichtigen Akteur im Gespräch über Film und Kino.

Zum Dialog mit ihren Kritikern ist die DEUTSCHE FILMAKADEMIE natürlich jederzeit bereit.

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