„[...] Nun bestimmen die Mitglieder der Filmakademie ja 2005 erstmals, wer die Deutschen Filmpreise und damit jede Menge Fördergelder einheimst. Und sie bewiesen zur Überraschung vieler mit den Nominierungen ihre Unabhängigkeit, ihren Willen zur Auslobung wirklicher filmischer Qualitäten jenseits vom Mainstream. [...]”
Martin Schwarz, in: Zitty, 12/2005
„Wer mit einem klaren Favoriten gerechnet hatte, wurde enttäuscht. Die am Montag bekannt gegebenen Nominierungen für den diesjährigen Deutschen Filmpreis laufen keineswegs auf ein Schaulaufen für DER UNTERGANG hinaus.”
Bert Rebhandl, in: Berliner Zeitung, 10.05.2005
„Nein, dieser Akademie kann man keine Vetternwirtschaft unterstellen. Zumindest nicht den Fachjurys, die über die Einzelkategorien entschieden (die Regisseure also über die Regisseure, die Schauspieler über die Schauspieler usw.) [...]”
Peter Zander, in: Berliner Morgenpost, 10.05.2005
„Die Nominierungen zum Deutschen Filmpreis zeigen, dass es eine neue Generation Frauen-Wunder gibt.”
BZ, 10.05.2005
„[...] Tatsächlich kann man über die Nominierungen nicht wirklich meckern. Die sechs Spielfilme, die um die Gold-Lola und die damit verbundenen 500.000 Euro konkurrieren, gehen schon in Ordnung. [...]”
Volker Gunske, in: TIP, 19.05.2005
„Was die Nominierungen angeht, leistet die Akademie zumindest hervorragende Arbeit. Statt Blockbuster wie DER WIXXER, 7 ZWERGE oder (T)RAUMSCHIFF SURPRISE aufzustellen, also jene Produktionen, die die Jahresbilanz verursacht haben, zieht sie kleinere, künstlerisch wertvolle Filme wie AGNES UND SEINE BRÜDER, DIE FETTEN JAHRE SIND VORBEI oder SOPHIE SCHOLL vor.”
Harald Peters, in: Welt am Sonntag, 03.07.2005
„Seit Januar lief DER WALD VOR LAUTER BÄUMEN deutschlandweit in acht Kinos – 22000 Zuschauer haben ihn bisher gesehen, es ist ein kleiner, stiller und sehr besonderer Film, und dass er nun für diesen großen Preis nominiert ist [...] ehrt das neue Auswahlverfahren.”
Johanna Adorjan, in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 03.07.2005
„Ich habe mich sogar regelrecht gefreut. Bei allen Anwesenden der Nominierungs-Pressekonferenz inklusive der Journalisten und Künstler hat man merklich einen Stein vom Herzen fallen gehört. Denn die Entscheidungen sind ausgesprochen qualitätsorientiert und damit viel Fingerspitzengefühl getroffen worden, gerade auch was die Mischung aus großen und kleinen Filmen anbetrifft. [...] Ich weiß aus dem Vorfeld, aus der Vorauswahlarbeit und sehr vielen Debatten, dass man außerordentlich sorgfältig gearbeitet hat. Das war mehr als eine Demonstration: Die Akademiemitglieder haben sich richtiggehend selbst in die Pflicht genommen.”
Christina Weiss im Interview mit: FOCUS, 04.07.2005
„Die wichtigen, schwer geldwerten Kernnominierungen der sechs Spiel- sowie je zwei Kinder- und Dokumentarfilme hätte eine kluge Jury kaum besser hinbekommen. Die 650 in der Akademie versammelten Filmkünstler und -Handwerker, die die jahrzehntelang ministerial bestallten Mini-Jurys aus Filmleuten, Partei- und Kirchenvertretern ablösten, betreiben exakt jene ‚kulturelle Filmförderung’, die satzungsgemäß mit der Vergabe der Staatsgelder verbunden ist – zumindest in ihrem Startjahr. Und sie haben damit ihre schärfsten Kritiker, die angesichts des anonymen Nominierungsplebiszits einen Niveauverlust befürchteten, erst einmal ausgebremst.”
Jan Schulz-Ojala, in: Tagesspiegel, 08.07.2005