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Erhaltung der Filmförderung bei der Filmstiftung Nordrhein-Westfalen


Der Vorstand der Deutschen Filmakademie hat am 10. März 2006 folgenden Brief an den Ministerpräsidenten von Nordrhein-Westfalen, Dr. Jürgen Rüttgers, die Fraktionsvorsitzenden und Medienpolitischen Sprecher der Parteien sowie den Vorsitzenden des Kulturausschusses des Landtages Nordrhein-Westfahlen, Dr. Fritz Behrens, übersendet:

Sehr geehrte Damen und Herren,

der Vorstand der Deutschen Filmakademie hat mit großer Sorge Gerüchte zur Kürzung der Filmförderung in Nordrhein-Westfalen bei der Filmstiftung Nordrhein-Westfalen zur Kenntnis genommen. Wir, über 700 Mitglieder der Deutschen Filmakademie, vertreten die Filmkünstler und Filmwirtschaftler Deutschlands und haben nun erneut gerüchteweise erfahren, dass diese Kürzungen zeitnah von Ihnen verabschiedet werden sollen.

Die Gerüchte besagen weiterhin, dass es sich um einen Betrag über 2 Mio. Euro aus den sogenannten Landesmitteln handeln soll, und wir bedauern sehr, Ihnen mitteilen zu müssen, dass eine derartig hohe und einseitige Kürzung für unsere Branche in Deutschland bedrohlich und für uns und unsere Kollegen in NRW existenzbedrohend sein kann. Diese Kürzung wird direkt zum Verlust von Arbeitsplätzen führen und es steht zu befürchten, dass neben der Kürzung der staatlichen Mittel auch die anderen Einzahler in die Filmstiftung reduzieren.

Wenn es zu dieser Kürzung kommen sollte, werden erfolgreiche Kinofilme aus Nordrhein-Westfalen wie aktuell ELEMENTARTEILCHEN oder frühere Produktionen wie GOOD BYE, LENIN! und DAS WUNDER VON BERN wohl der Vergangenheit angehören.

Kino ist in Deutschland wie auch Europa ohne Filmförderung nicht denkbar, auch Ihr Rechnungshof hat in der Vergangenheit den circa 7-fachen Effekt eines jeden Fördereuros bestätigt. Diese Maßnahme hat wesentlich zum Wandel Nordrhein-Westfalens zu einem Medienstandort beigetragen.

Film ist die Kunst unserer Zeit, die am meisten Einfluss auf das Weltbild und das Lebensgefühl der Menschen hat. Eine Entscheidung, die Mittel der Filmstiftung zu reduzieren, bedroht nicht nur die Filmkultur in NRW, sondern schadet dem deutschen Film und der Branche insgesamt.

Wir, die Produzenten, Regisseure, Autoren, Schauspieler, Komponisten, Kameraleute, Szenenbildner, Kostümbildner, Maskenbildner, Schnittmeister und Tongestalter der Deutschen Filmakademie, bitten Sie von Herzen, die Fördermittel nicht zu reduzieren!

Stefan Arndt
(Vorstandsvorsitzender)

Berlin, den 10. März 2006


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