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Daniela Knapp::beim Warm Up zum Deutschen Filmpreis am 7. April in Berlin
::Auf der Mitgliederversammlung in München im Juni
Enrique Sánchez-Lansch, Florian Gallenberger, Stefan Arndt, Diethard Küster::auf der Mitgliederversammlung im Juni in Berlin

Rettet das Kuratorium!

Sehr geehrter Herr Ministerpräsident ...,

die Mitglieder der Deutschen Filmakademie sind bestürzt über die Entscheidung der Finanzministerkonferenz vom 8. September 2005, die Finanzierung der Stiftung Kuratorium junger deutscher Film ab dem kommenden Haushaltsjahr 2006 komplett einzustellen.

Denn dies bedeutet nicht nur das Ende der traditionsreichsten Förderinstitution der Republik. Es bedeutet vor allem das Ende einer Institution, die für die Filmkultur und den Filmnachwuchs von allergrößter Wichtigkeit und Notwendigkeit ist: eine Förderung ohne Ländereffekte und mit einem inhaltlichen Schwerpunkt für das junge, neue, sich durchaus auch noch ausprobierende Kino in Deutschland.

Seit einiger Zeit gehört auch die Förderung des Kinder- und Jugendfilms zu den Aufgaben des Kuratoriums, ein Bereich, der in der deutschen Kinolandschaft seit Jahren einen herausgehobenen Stellenwert hat. Gerade durch die koordinierende Funktion des Kuratoriums zwischen den Länderförderungen sind die – ja auch nicht exorbitant hohen – Mittel wirklich effektivst eingesetztes öffentliches Geld für die Nachwuchsförderung innerhalb unseres föderalen Kultursystems.

Viele Mitglieder der Deutschen Filmakademie haben ihre ersten und damit entscheidenden Schritte mit Unterstützung des Kuratorium junger deutscher Film gemacht. Die aktuelle Filmkultur in Deutschland, die sich durch wachsendes Selbstbewusstsein und steigende künstlerische und wirtschaftliche Bedeutung auszeichnet, wäre nicht denkbar ohne die Arbeit des Kuratoriums.

Und weil diese Arbeit für die Gegenwart der Filmkultur so wichtig ist, bleibt sie auch wichtig für die Zukunft. Eine Zukunft, die gerade begonnen hat und deren Aussichten gut sind. Deshalb ist nicht nur die Entscheidung der Finanzministerkonferenz selbst falsch und unverständlich, sondern auch der Zeitpunkt, zu dem sie getroffen wurde.

Wir möchten Sie darum herzlich und nachdrücklich bitten, diese Entscheidung noch einmal zu überdenken und möglichst zu revidieren. Die Filmschaffenden in Deutschland, deren Bedeutung auch international stetig wächst, und ihr immer größer werdendes Publikum würden es Ihnen danken!


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