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Resolution vom 18. Juni 2004

Die Mitglieder der Deutschen Filmakademie haben auf ihrer Versammlung am 18. Juni 2004 in Berlin folgende Resolution verabschiedet:

Resolution zur Kürzung der Hamburger Filmförderung

Wir, die Mitglieder der Deutschen Filmakademie, haben mit Erschrecken und Bestürzung erfahren, dass der Hamburger Senat beabsichtigt, die Mittel für die Hamburger Filmförderung um 50% zu kürzen.

Diese Kürzung ist für viele Hamburger Filmproduzenten existenzbedrohend und wird zum weiteren Verlust von Arbeitsplätzen führen. Es steht zu befürchten, dass neben der Kürzung der staatlichen Mittel auch die Fördermittel des NDR und des ZDF im gleichen prozentualen Umfang reduziert, wenn nicht sogar ganz gestrichen werden.

Wenn es bei der beabsichtigten Kürzung bleibt, werden erfolgreiche Kinofilme aus Hamburg wie aktuell GEGEN DIE WAND und früher beispielsweise Filme wie AIMÉE & JAGUAR und SCHTONK wohl der Vergangenheit angehören. Ebenso werden Filmschaffende aus ganz Deutschland und von überallher nicht mehr nach Hamburg kommen können, um dort Filme wie KICK IT LIKE BECKHAM zu realisieren und um die Welt zu schicken.

Kino ist in Deutschland wie in Europa ohne Filmförderung nicht denkbar. Film ist die Kunst unserer Zeit, die am meisten Einfluss auf das Weltbild und das Lebensgefühl der Menschen hat. Die Entscheidung, die Mittel der Hamburger Filmförderung zu halbieren, zerstört nicht nur Hamburger Filmkultur, sondern schadet dem deutschen Film und der Branche insgesamt. Wirtschaftlich ist die beabsichtigte Kürzung ohnehin ineffektiv, da ein Mehrfaches der staatlichen Mittel regelmäßig in die Hamburger Wirtschaft zurückfließt.

Wir, die Produzenten, Regisseure, Autoren, Schauspieler, Komponisten, Kameraleute, Szenenbildner, Kostümbildner, Maskenbildner, Cutter, Tontechniker der Deutschen Filmakademie erklären uns solidarisch mit den Filmschaffenden in Hamburg und fordern den Hamburger Senat auf, die Mittel der Hamburger Filmförderung nicht zu kürzen.

Berlin, 18. Juni 2004

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Resolution_040618.pdf

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