„Filmbiografien, sogenannte Biopics, sind die großen Favoriten beim Rennen um den Deutschen Filmpreis [...] Interessant sind jedoch nicht nur die Titel auf der Nominiertenliste, sondern vor allem jene, die fehlen. Wie bereits bei der Vorauswahl im Januar abzusehen, [...] wurde Heinrich Breloers aufwendige Thomas Mann Verfilmung ‚Die Buddenbrooks’ komplett ignoriert. [...] Aber vor allem sämtliche großen internationalen Koproduktionen, die letztes Jahr in Berlin und Babelsberg realisiert wurden, sucht man auf der Liste vergeblich. [...]”
Thomas Abeltshauser, in: Berliner Morgenpost, 14.03.2009
„Und jährlich grüßt das Murmeltier: Gemeint ist die Deutsche Filmakademie, die sonst relativ wenig von sich hören lässt, aber regelmäßig zur Verleihung des Deutschen Filmpreises wie Phönix aus der Asche steigt [...] Gestern hat die Deutsche Filmakademie nun ihre Nominierungen für den Deutschen Filmpreis 2009 bekannt gegeben. Und denen zufolge darf sich Florian Gallenberger die meisten Hoffnungen machen. [...] Während viele Rezensenten diesen naiven Bilderbogen [seines Films JOHN RABE] verrissen, scheint die Operettenhaftigkeit von Gallenbergers Film die Akademie doch eher beeindruckt zu haben. [...]”
Ralf Schenk, in: Berliner Zeitung, 14.03.2009
„Tukur rennt um die Lola – Das Kriegsdrama ‚John Rabe’ von Florian Gallenberger geht als Favorit ins Rennen um den Deutschen Filmpreis 2009. [...]”
Frankfurter Neue Presse, 14.03.2009
„Es ist schön, dass Florian Gallenbergers im April anlaufender Film ‚John Rabe’ es mit sieben Nominierungen bereits zum Favoriten für den Deutschen Filmpreis 2009 gebracht hat. Denn damit rückt ein Dilemma ins Rampenlicht, dem sich die höchstdotierte Kulturauszeichnung des Landes ausgesetzt sieht: Was gilt als deutsch? [...]”
Florian Stark, in: Die Welt, 14.03.2009
„[...] Sieben der Nominierungen entfallen auf ‚John Rabe’, aber die Constantin, immernoch die wichtigste deutsche Filmfirma, kann das toppen; sie hat eben mehrere Eisen im Feuer [...] Wenn man mal absieht von dem kleinen Gag, Steve Buscemi für ‚John Rabe’ als besten Nebendarsteller zu nominieren, sind große Überraschungen auf dieser Liste nicht zu finden – dass da wieder ein wenig das Gießkannenprinzip waltet, ist nicht verwunderlich [...] und skandalöse Abwesenheiten gibt es auch nicht [...] Und damit, dass der erklärte Akademieverweigerer Christian Petzold nominiert wird, war zu rechnen – der Aufschrei wäre dann doch zu groß, würde man einen der wenigen unumstritten guten deutschen Filmemacher übergehen.”
Süddeutsche Zeitung, 14./15.03.2009
„[...] Der übliche Vorwurf, nur Arthouse zähle, aber nicht der Erfolg an der Kinokasse, wurde bei der diesjährigen Auswahl durch ‚Der Baader Meinhof Komplex’ und den Kinderfilm ‚Hexe Lilli und das magische Buch’ entkräftet. [...]”
Videowoche, 13/2009