Franz Dinda::TEENAGE ANGST
Monica Bleibtreu::SOUL KITCHEN
Thomas Thieme::DIE TÜR

„Die stehenden Ovationen hatte Loriot, mit der Lola fürs filmische Werk geehrt durch Michael 'Bully' Herbig, schon vor der autobiografischen Humoreinlage erhalten, so herzlich, ja begeistert, wie man es selten hat bei solchen Zeremonien. [...] Doch, man kann es einen gelungenen Abend nennen, der Krise zum Trotz, die natürlich auch in den Reden auf der Bühne präsent war und der man wohl auch die vergleichsweise bescheidene Dekoration in der Empfangshalle der Messehallen am Hammarskjöldplatz verdankte, wo sich ab 17 Uhr die Gäste, die Nominierten und ihre Paten versammelt hatten, die Creme de la Creme des deutschen Films, wie üblich."
Andreas Conrad, in: Der Tagesspiegel, 25.04.2009

Da sage nochmal jemand, die Deutsche Filmakademie sei nicht unabhängig und, wenn's brenzlig wird, doch bloß ins Gängige und die Kassenhits verliebt."
Jan Schulz-Ojala, in: Der Tagesspiegel, 25.04.2009

„Filmgala mit Glanz, Glamour und ein paar Brezeln"
Welt am Sonntag, 26.04.2009

„Alte Liebe entrüstet nicht - Die Filmakademie erweist sich bei ihrer fünften Lola-Verleihung als Mutmach-Agentur. [...] Die Filmakademie bewies auch im fünften Jahr, dass sie weit unabhängiger und ausgewogener urteilt, las man ihr das vorab unterstellt hatte, und dass sie keineswegs nur den Mainstream honoriert."
Peter Zander, in: Berliner Morgenpost, 26.04.2009

„Überhaupt muss man an dieser Stelle die Veranstaltung mal loben. Sie hatte eine perfekte Dramaturgie, Würze und keine Längen. Ganz klar die bisher unterhaltsamste aller Lola-Galas - daran hätte auch Marcel Reich-Ranicki nichts auszusetzen gehabt."
Franziska von Mutius, Barbara Jänichen, in: Berliner Morgenpost, 26.04.2009

„Demokratisch ist die Wahl, das Ergebnis ist Quote, also Abbildung genau dessen, was auch das Kinopublikum sehen will - erweitert um einen gewissen Mutmach-Bonus. [...] Der Deutsche Filmpreis, bei dessen erster Ausgabe im Jahr 1951 die Kästner-Verfilmung ‘Das doppelte Lottchen’ in allen Kategorien gewann, bringt als höchstdotierte Kulturauszeichnung auch 2.8 Millionen Euro auf die Konten der Nominierten und der Preisträger, die damit neue Filme finanzieren dürfen."
Peter Uehling, in: Berliner Zeitung, 25./26.04.2009

„Star-Alarm beim 59. Deutschen Filmpreis in Berlin: Im Palais am Funkturm traf sich gestern die Kinoprominenz und sonnte sich nicht nur bei sommerlichen 20 Grad. Sondern auch im eigenen Erfolg. Man buhlte wieder um die 'Lola' – 'Oscars' deutsche Schwester.“
S. Kuschel/I.Rosendahl/M. Schacht, in: BILD (bundesweit), 25.04.2009

„Besondere Akzente setzte die Filmpreisverleihung in den Momenten, die die Routine von Bedankung und Gratulation durchbrachen: Etwa als Tukur darauf bestand, sein in China entdecktes Lieblingsrezept für geschmorte Froschkutteln vollständig vorzulesen – und nur von der Hausband gebremst werden konnte.“
Tobias Kniebe, in: Süddeutsche Zeitung, 25./26.04.2009

„Einträchtig feierte man zunächst den von Bully Herbig belobigten 85-jährigen Ehrenpreisträger Vicco von Bülow alias Loriot und dankte im Anschluss den rund 1000 Mitgliedern der Deutschen Filmakademie für Ruhm und neues Fördergeld.
Die vielköpfige Jury hatte - sollte es sich um eine Form von Schwarmintelligenz handeln? - tatsächlich diplomatische, meist vertretbare Entscheidungen getroffen.“

Peter Luley, in: Spiegel online, 25.04.2009

„Ovationen zum Auftakt, Enttäuschung am Ende: Loriot schloss eine Lola in die Arme, Barbara Schöneberger moderierte im Paillettenkleid, Florian Gallenbergers Historienfilm John Rabe' nahm vier Lolas mit nach Hause, und das Buffet musste mangels Sponsoren ausfallen – so war´s beim Deutschen Filmpreis 2009. […] Es war zugleich der Bruch mit einem Kurs, den die Akademie gehalten hat, seit sie den Deutschen Filmpreis vergibt: nicht zu pompös und auch nicht zu klein, das waren die Idealmaße für die goldene Lola. [...]
So kam es immerhin, dass hinterher mehr diskutiert wurde als vorher. Es hatte keine Geplänkel im Vorfeld gegeben, keine Aus- und Wiedereintritte, keine verschmähten ‚Keinohrhasen'. Alles hat sich eingespielt, sogar das Wetter spielt immer mit, seit die Akademie im Palais am Funkturm feiert. Der Staatsminister hielt eine seiner Filmpreisreden, für die er vielleicht mal einen Autor verpflichten sollte, der nicht so besinnungslos daherfloskelt und auch vor Wendungen wie 'Stars und Sternchen' zurückscheut. Selbst an Barbara Schöneberger, die wieder moderierte, konnte man sich gewöhnen. Wie eingeschweißt in ihr rotes Paillettenkleid, das man nicht länger als dreißig Sekunden anschauen konnte, ohne an Sehstörungen zu leiden, immer kurz vorm leicht Ordinären, kalauerte sie sich munter durch den Abend. Sie tanzte nicht, sie sang nur einmal, als Gold-Lola verkleidet, und es war auch eine gute Idee von Hans-Christoph Blumenberg, der die Gala konzipiert hatte, den Ehrenpreis für Loriot an den Anfang zu stellen."
Peter Körte, in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 26.04.09

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