„[...] Leidenschaft gibt es genug in der höchst kontroversen, nicht nur durch die Schweiger-Debatte erhitzten Atmosphäre. Da poltert Bernd Eichinger gewohnt grobschlächtig [...] Andere, diplomatischer, wie Doris Dörrie rollen Schweiger den roten Teppich zur Rückkehr aus. Sie plädiert dafür, janusköpfig zu bleiben, gute Filme zu machen und damit auch das Publikum zu erreichen [...]”
Christina Tilmann, in: Tagesspiegel, 11.02.2008
„[...] ‚Wo bleibt die Leidenschaft im deutschen Film?’ Anlass für diese Frage ist das Manifest des kämpferischen jungen Sozialdemokraten Carlo Mierendorff von 1920 [...] [Hans-Christoph] Blumenberg findet, dass das Manifest leidenschaftlich geschrieben sei. Daher müsse man über Leidenschaft diskutieren. Nicht über Authentizismus. Nicht über die Frage, warum der größere Teil der Diskutierenden mit Populismus die Massen politisch unangemessen beeinflusst. Sondern über die verfickte biopolitische Sekundärtugend Leidenschaft.”
Diedrich Diederichsen, in: taz Berlin, 11.02.2008
„[...] Er war einer der Redner, die die Akademie geladen hatte zum Thema Leinwand und Passion [...] Schweiger rannte ein paar offene Türen ein [...] und kehrte – ‚wenn sie mich denn noch will’ – in die Akademie zurück. Sie wollte.”
Susan Vahabzadeh, in: Süddeutsche Zeitung, 12.02.2008
„Relativ leise und nahezu unbemerkt ist eine spannende Veranstaltung durch die Branche gezogen. Überdeckt von der Berlinale und den Überlegungen zum FFG, hatten die Deutsche Filmakademie und die Akademie der Künste dazu eingeladen, über die Leidenschaft im deutschen Film nachzudenken. [...] Die Deutsche Filmakademie und ihre Mitglieder sind ein Hort der Film- und Kinokompetenz. Wer also könnte sich besser mit den Fragen nach dem ‚Warum’ und dem ‚Wieso’ des Kinofilms und seiner Form auseinandersetzen?”
Andreas Kramer, in: Filmecho|Filmwoche, 29.02.2008