„‚Lola’ heiß ein Hit der Kinks, ein Film von Rainer Werner Fassbinder und die rotschopfige Franka Potente, die Tom Tykwer durch Berlin rennen ließ. ‚Lola’ heißt aber auch ein Kulturzentrum in Hamburg Bergedorf und – genau – der Deutsche Filmpreis.”
Inga Meggers, in: Stadtblatt Osnabrück, April 2007
„Es ist noch gar nicht so lange her, da war der Deutsche Filmpreis ein zwar notweniges, aber wenig geliebtes Instrument der Kinoförderung. Von Glanz und Glamour war nichts zu spüren. Wie auch? Lustlos verlieh ein Innenminister die Auszeichnungen für Filme, die er nicht gesehen hatte, zumeist an Regisseure, die er nicht kannte. Die Zeiten haben sich geändert. Heute eifert der Filmpreis dem Oscar nach. [...]”
Hannoversche Allgemeine Zeitung, 14.04.2007
„Der Preis hat eben den unvergleichlichen Vorteil, dass er von den Leuten, die Kino machen, selber vergeben wird. Das macht den Preis wichtiger, als wenn man weiß, der ist irgendwie austariert worden von ein paar freundlichen Menschen, die bemüht waren, niemandem weh zu tun.”
Günter Rohrbach, in: FAZ, 03.05.2007
„Kein Zweifel, die Deutsche Filmakademie hat nicht nur der Lola-Verleihung, sondern auch der Kulturstaatsminister-Existenz mehr Glamour verliehen. […]”
Die Zeit, 03.05.2007
„In Berlin feierte sich die Branche mit einer Art Mini-Oscarverleihung […] Die Veranstaltung stand unter dem inoffiziellen Motto: ‚Dem deutschen Film geht’s gut, und alle sollen es sehen.’ […] Nicht nur die Veranstaltung, auch der deutsche Film selbst ist wieder reif für den Oscar.”
FOCUS online, 05.05.2007
„Zum 57. Mal lud die Filmakademie zum glamourösen Klassentreffen der Filmelite – und sie kamen alle: Vor dem 85 Meter langen roten Teppich am Berliner Palais am Funkturm glänzten Stars wie Oscarpreisträger Florian Henckel von Donnersmarck, Hollywood-Star Armin Mueller-Stahl, Erfolgsproduzent Bernd Eichinger, Regisseur Tom Tykwer, Detlev Buck […]”
Vanity Fair online, 05.05.2007
„Querelen, Gestänker, Kämpfe? In dieser Nacht war beim Filmpreis plötzlich alles anders. Die Ehrungen für VIER MINUTEN und DAS PARFUM waren Humor und Leidenschaft durchduftet: Die Branche zeigte sich von der herzigsten Seite – wenngleich nicht zwingend von der anspruchvollsten.”
SPIEGEL online, 05.05.2007
„Deutschlands schönste Trophäe im PARFUM-Rausch. Nur einer drehte seinen eigenen Film: Til Schweiger. Hatte der Frauenschwarm sich doch glatt mit seinem Filmteam und seiner Kamera auf den 85 Meter langen roten Teppich zum 57. Deutschen Filmpreis gemogelt […] Und so wurde Lola kurzerhand selbst zum Filmstar.”
Berliner Kurier, 06.05.2007
„Die Preisvergabe nahm der Kritik nur ein wenig Wind aus den Segeln. Die rund 850-köpfige Akademie hat beinahe so weise geurteilt wie einst die vom Innenministerium einberufenen unabhängigen Jurys.”
Berliner Morgenpost, 06.05.2007
„Diesmal amüsierten sich die freilufthungrigen Gäste zum Teil auf Pflastersteinen in einem zum Parkplatz abgezirkelten Areal. […] Hannelore Elsner näherte sich der Wahrheit mit ihrer Beobachtung, dass ‚außen schrecklich und innen fantastisch’ sei, es darauf aber überhaupt nicht ankomme […]”
Tagesspiegel, 06.05.2007
„Mit sechs Lolas ist die Großproduktion DAS PARFUM seiner Favoritenrolle beim Deutschen Filmpreis gerecht geworden. Allerdings gewann Tom Tykwer nicht den Preis für die beste Regie […], Produzent Bernd Eichinger holte nur eine silberne Lola für den drittbesten Film.”
FOCUS, 07.05.2007
„Eine Großproduktion wie DAS PARFUM hat jenseits der Nebenkategorien […] keine Chance. Im Gegenteil. Eichinger wurde abgewatscht. Kleinere und mittlere Filme gefallen den Akademiemitgliedern deutlich besser, als es in der ganzen Aufregung vorab befürchtet wurde.”
FAZ, 07.05.2007
„Die Stimmung war noch nie so gut. Das deutsche Kino feiert beim Filmpreis die besten Zahlen seit 40 Jahren – und vergisst sein blindes Auge für innovative Werke.”
DIE WELT, 07.05.2007
„Hannelore Elsner […] brachte den aktuellen Stellenwert der Lola auf den Punkt: ‚Früher wurde viel weniger über diesen wichtigen Filmpreis berichtet. In den letzten Jahren ist man wieder stolzer auf den deutschen Film, die Medien sind voll davon.’”
BUNTE, 10.05.2007
„DAS PARFUM hat zwar mit sechs Lolas (bei acht Nominierungen) kräftig abgeräumt, ging in den Königsdisziplinen aber gänzlich leer aus. Damit dürfte die schon in der Verleihung wieder entfachte Kunst- und Kommerzdiskussion erst einmal nicht bis zum nächsten Jahr zu den Akten gelegt werden, sondern munter weitergehen.”
Filmecho|Filmwoche, 11.05.2007
„Das im Vorfeld publizierte Verschwörungsgenörgel einiger unserer besten Autorenfilmer zum viel zu demokratischen Auswahlverfahren war bis zur Gala schon wieder genauso in Vergessenheit geraten wie die neuerlichen Rüffel für den Akademiepräsidenten, der sich mit einigen trefflich formulierten Seitenhieben auf das hiesige Großkritikergewese selbst zu ewigem Fegefeuer im Feuilleton verdammt hat.”
Blickpunkt: Film, 14.05.2007
„Es war eine Gala voller Emotionen. 2000 Gäste aus der Filmbranche kamen zur Verleihung der begehrten Trophäe namens Lola. Stehenden Applaus gab es für Armin Mueller-Stahl. Der Filmstar wurde für sein Lebenswerk geehrt.”
WELT am Sonntag, 06.06.2007