... soll vor allem die begonnene Arbeit erfolgreich fortsetzen und den Mitgliedern auch weiterhin eine Plattform für Austausch, Sorgen und Bedürfnisse bieten. Mit dem Projekt vierundzwanzig.de ist darüber hinaus ein spannendes Wissensportal im Internet geplant, an dem wir kontinuierlich ‚werkeln’ wollen.
Es ist wieder soweit: Die Vorauswahl zum DEUTSCHEN FILMPREIS muss getroffen werden. 56 Juroren haben dafür alle eingereichten Filme gesichtet und diskutieren nun drei Tage lang leidenschaftlich über ihre Eindrücke und die Einzelleistungen der Kreativen. Ein Jurorendinner am 13. Januar 2007 rundet dieses intensive Wochenende kulinarisch ab.
3./4. Februar 2007
Die ausgesprochen gelungene MEISTERKLASSE zum Sounddesign hat es bewiesen: ‚Professionelle Fortbildung’ unter Kollegen ist erfolgreich und anregend! Auch die Sektion Schauspiel findet sich deshalb an zwei Tagen unter der Fragestellung „Seit wann duzen wir uns eigentlich?” zusammen, hinterfragt den persönlichen Umgang mit den Medien und tauscht sich gemeinsam über Erfahrungen und Tipps aus. Auch die zweite MEISTERKLASSE der Deutschen Filmakademie wird von allen Beteiligten als Bereicherung für die eigene Arbeit und als Beweis für das gut funktionierende Netzwerk unter den Filmkünstlern angesehen.
11. Februar 2007
Die erste Mitgliederversammlung des Jahres hat nicht nur zahlreiche Teilnehmer, sondern auch viel vor. Sektionstreffen stehen ebenso auf dem Programm wie die Wahl neuer Vorstandsmitglieder. Die Mitglieder wählen Regisseur Hark Bohm und Produzent Tom Spieß neu in den Vorstand. Die Präsidenten Günter Rohrbach und Senta Berger werden von den Mitgliedern in ihrem Amt bestätigt, die Deutsche Filmakademie in der Öffentlichkeit zu vertreten.
Der Erfolg des vergangenen Jahres gibt uns Recht und macht Lust auf mehr: Deshalb präsentiert die Deutsche Filmakademie in der zweiten Festivalwoche mit den AKADEMIE BREAKS 2007 wieder eine regelmäßige, offene Begegnung für alle Berlinale-Besucher. Internationale Gäste wie der Drehbuchautor Greg Latter (GOODBYE BAFANA) oder die Cutterin Molly Malene Stensgaard (DANCER IN THE DARK) diskutieren in der ‚Mittagspause’ mit ihren deutschen Fachkollegen über aktuelle Themen ihres Berufs, das Wettbewerbsprogramm und Tendenzen im Kino.
19. Februar bis 13. März 2007
Erstmalig werden bei den internen LOLA-Sichtungen die 46 Filme der Vorauswahl im Sichtungsraum der Deutschen Filmakademie gezeigt. Diese Vorführungen richten sich bewusst und in erster Linie an unsere Mitglieder, die hier die Chance haben, ‚ihre’ Filme auf großer Leinwand in optimaler Bild- und Klangqualität beurteilen zu können. Überdies sind die Freunde und Fördermitglieder der Akademie eingeladen, einen kleinen Einblick in das deutsche Kinoschaffen des letzten Jahres zu bekommen und sich gemeinsam mit den Mitglieder über die Filme auszutauschen. Zahlreiche Filmemacher stehen nach den Filmen gern für Fragen und Reaktionen zur Verfügung.
Die zehn Jurymitglieder aus der Mitgliedschaft und dem Freundeskreis der Deutschen Filmakademie beraten in München und beschließen, den diesjährigen ‚Ehrenpreis für hervorragende Verdienste um den deutschen Film’ an Armin Mueller-Stahl zu vergeben.
Da die Deutsche Filmakademie sich als gesamtdeutsches Forum der Filmemacher versteht, lädt sie 188 ostdeutsche Filmkünstler gezielt ein, Mitglied des Vereins zu werden. Bis zum 5. Mai 2008 melden sich bereits 43 Empfänger zurück und 29 Filmemacher treten der Deutschen Filmakademie bei. Die Reaktionen auf den Brief sind – auch bei Absagen – überaus positiv und bestärken uns darin, auch weiterhin intensiv den Austausch zwischen den deutschen Filmkünstler zu fördern.
Ein großer Schritt für die Bedeutung des deutschen Kinofilms: Senta Berger, die Präsidentin der Deutschen Filmakademie, gibt gemeinsam mit dem Beauftragten des Bundes für Kultur und Medien, Staatsminister Bernd Neumann, die LOLA-Nominierungen erstmalig live im ZDF-Morgenmagazin bekannt. Über 800.000 Zuschauer fiebern an den TV-Bildschirmen mit, als die Umschläge geöffnet und die Ergebnisse der geheimen Wahl gelüftet werden.
30. März 2007
Festlich geht es über den Dächern Berlins im China Club (Hotel Adlon) zu: Gemeinsam mit allen Nominierten zum DEUTSCHEN FILMPREIS 2007, dem Präsidium und dem Vorstand der Deutschen Filmakademie, dem Kulturstaatsminister Bernd Neumann, den Filmpreisträgern der letzten Jahre sowie einigen wichtigen Pressevertretern feiert die Deutsche Filmakademie das Nominierten-Dinner zu Ehren der diesjährigen LOLA-Anwärter.
31. März 2007
Fast alle Nominierte stehen am nächsten Vormittag noch einmal zur Verfügung, um den Medien die Gelegenheit zu geben, ausführlicher über die Filme und die Nominierungen berichten zu können. Es werden sowohl Einzelinterviews als auch Gruppeninterviews zu den nominierten Filmen geführt. Am Nachmittag wird ein gemeinsames Pressefoto aller Nominierten für die Bunte realisiert. Dieser Pressetag wird erstmalig organisiert, ist weltweit einmalig und dient der Öffentlichkeitsarbeit für den deutschen Film in besonderer Weise. Die beteiligten Filmkünstler begrüßen diese Initiative der Deutschen Filmakademie, da somit nicht allein die Schauspieler im Rampenlicht stehen, sondern auch alle Berufsgruppen hinter der Kamera eine höhere Aufmerksamkeit erfahren.
Zum zweiten Mal sprechen die Regisseure der für den DEUTSCHEN FILMPREIS nominierten Spielfilme – Chris Kraus, Marcus H. Rosenmüller, Stefan Ruzowitzky, Hans Steinbichler, Sven Taddicken sowie Tom Tykwer – bei den LOLA VISIONEN 2007 zwei Stunden lang über ihre Filme, die Arbeit mit Schauspielern, ihre Erwartungen, über Scheitern und Erfolg. Etwa 200 interessierte Zuschauer erfahren im Berliner Filmtheater am Friedrichshain in lockerer Atmosphäre mehr über die Besonderheiten des Filmemachens und den aktuellen Kinojahrgang.
Die LOLA macht wieder mobil! Im Rahmen des LOLA FESTIVALS bieten Kinos in zwanzig deutschen Städten die Möglichkeit, alle nominierten Filme noch einmal auf der großen Leinwand und gemeinsam mit den Filmemachern zu sehen. Mehr als 50 Nominierte und Mitglieder der Filmakademie sind unterwegs und besuchen Filmvorführungen und Kinos. Sie suchen das Gespräch und den Austausch mit ihrem Publikum und der Presse.
3. Mai 2007
Am Vorabend des DEUTSCHEN FILMPREISES 2007 lädt die Deutsche Filmakademie – fast schon in guter Tradition – zum WARM UP ein. Mitglieder, Freunde und Förderer kommen in der Kinemathek am Potsdamer Platz in Berlin zusammen, um sich gemeinsam auf den Filmpreis-Abend einzustimmen.
Alle Jahre wieder – und auch diesmal wieder besonders schön und aufregend: Nach der Mitgliederversammlung am Vormittag werden am Abend die DEUTSCHEN FILMPREISE verliehen. Das Berliner Palais am Funkturm strahlt in festlichem Glanz und die Filmschaffenden bezaubern am Roten Teppich. Michael ‚Bully’ Herbig führt gewohnt witzig-geistreich durch die Veranstaltung und die mit Spannung erwarteten LOLA-Entscheidungen halten zahlreiche Überraschungen parat.
Der Vorstand der Deutschen Filmakademie übersendet einen offenen Brief an den Ministerpräsidenten von Nordrhein-Westfalen, Dr. Jürgen Rüttgers, in dem er im Namen aller Mitglieder der Deutschen Filmakademie fordert, die Kürzung der Filmfördermittel des Bundeslandes NRW zurückzunehmen und die dortige Kinokultur auch weiterhin zu sichern.
Ein neues Großprojekt der Deutschen Filmakademie nimmt langsam Formen an: Drei Monate lang finden in Berlin und München Interviews mit Filmschaffenden aller Sektionen statt, werden Filmausschnitte ausgewählt und geschnitten, wächst das Online-Wissensportal hinter den Kulissen stetig weiter. Von Michael Ballhaus bis zu Hans Weingartner stehen 25 Filmschaffende dem Journalisten Tobias Kniebe für www.vierundzwanzig.de Rede und Antwort. Mitglieder der Deutschen Filmakademie unterstützen die Umsetzung des Projekts ehrenamtlich und erste Ergebnisse machen Lust auf mehr!
2. September 2007
Zum Abschluss ihrer Sonderausstellung „Filmkostüme! Das Unternehmen Theaterkunst” lädt die Deutsche Kinemathek Berlin zu einem Podiumsgespräch mit bekannten und preisgekrönten Kostüm- und Szenenbildnern in das Filmhaus am Potsdamer Platz ein. Die Veranstaltung wird in Zusammenarbeit mit der Deutschen Filmakademie ausgerichtet. Eingeladen sind die Kostümbildnerinnen Lucie Bates, Bettina Marx, die Kostüm- und Szenenbildnerin Monika Bauert und der Szenenbildner Uli Hanisch. Mit dem Filmpublizisten Ralph Eue sprechen sie über die Bedeutung ihres Schaffens für den deutschen Film und verraten Besonderheiten ihrer Profession.
Die Deutsche Filmakademie startet eine neue interne Veranstaltungsreihe: Einmal im Monat soll fortan ein ‚Stammtisch’ stattfinden, deren Programm die Mitglieder selbst gestalten können und bei dem es genügend Raum für ihre Wünsche, Anregungen, Fragen und Kritik an der Arbeit der Filmakademie geben wird. Den Auftakt bei MAN TRIFFT SICH machen Annett Renneberg und Petra Zieser mit einem Diskussionsangebot der Sektion Schauspiel und der Frage, was einen guten zu einem preisverdächtigen Schauspieler werden lässt.
Das zweite MAN TRIFFT SICH liefert Einblicke in das Berufsfeld der Cutter. Dirk Grau übernimmt hierfür die Moderation und erläutert, wie und wann im Schneideraum ein Film entsteht, oder diskutiert mit den Anwesenden, die Bedeutung der Montage für das Gesamtkunstwerk Film.
Die BEGEGNUNGEN IM KINO werden 2007 noch größer: Die Filmpublizisten Alfred Holighaus und Nicolaus Schröder haben unter dem Titel Woche des jüngsten deutschen Films ein vielfältiges Programm mit Filmen und Diskussionen konzipiert. Kinofreunde haben fünf Tage lang die Möglichkeit, in München und Berlin herausragende Protagonisten des jüngsten deutschen Films und ihre Arbeit kennenzulernen.
17. November 2007
Die Mitgliederversammlung wählt einen neuen Vorstand und diskutiert neben zahlreichen organisatorischen und inhaltlichen Fragen u.a. die Aufnahmekriterien für die Sektion Schauspiel und das Mitgliederforum der Akademie-Website. Am Ende der Versammlung verabschieden die Mitglieder eine Resolution mit der Forderung nach einer Filmförderabgabe für alle Nutzer des deutschen Kinofilms.
Zum geselligen Teil sind dann auch die Fördermitglieder und der Freundeskreis eingeladen. Die Deutsche Filmakademie fragt „Quo vadis, deutscher Film?” und vorab ausgewählte Statementgeber versuchen, die inhaltlichen, ästhetischen und wirtschaftlichen Möglichkeiten, aber auch Grenzen einer lebendigen deutschen Kinokultur aufzuzeigen.
Die ‚SoundTrack_Cologne’, der Kölner Kongress zu Musik und Ton in Film und Medien, lädt in Kooperation mit der Deutschen Filmakademie zu Werkstattgesprächen mit den diesjährigen LOLA-Preisträgern Gerd Baumann, Niki Reiser und Bert Wrede ein. Bei einer Vorführung des Sieger-Films kommentieren die Komponisten – ähnlich wie bei einem DVD-Audio-Kommentar – den Film live und stärken die filmmusikalische Praxis der Messe. Zum Abschluss der SoundTrack_Cologne findet zudem eine gemeinsame Gesprächsrunde zwischen den drei LOLA-Preisträgern statt.
Den Abschluss der diesjährigen MAN TRIFFT SICH-Reihe macht die Sektion Tongestaltung. Vor dem Hintergrund der bald anstehenden Vorauswahl stellt Manuel Laval den „Ton – Das unbekannte Wesen” vor und verrät Wissenswertes aus dem Bereich Sounddesign.
Ein Jahr, in dem wir unsere Arbeit für den deutschen Film und seine Macher beständig fortgesetzt und einige neue Projekte initiiert haben. Nicht immer stieß unser Wirken dabei auf ungeteilte Zustimmung, aber der deutliche Mitgliederzuwachs und interne Gespräche mit unseren Mitgliedern, aber auch der Öffentlichkeit bestätigen das Bedürfnis nach einer Deutschen Filmakademie.