... hat zahlreiche Neuerungen ‚im Gepäck’. Die Deutsche Filmakademie startet allein vier Veranstaltungs- bzw. Themenreihen, produziert die Gala zum DEUTSCHEN FILMPREIS erstmals in Eigenregie und setzt sich auch weiterhin engagiert für die Belange der deutschen Filmschaffenden ein.
Mit einem ‚sportlichen’ Filmthema eröffnet die Deutsche Filmakademie das Fußball-WM-Jahr 2006 und zeigt in ihrer Veranstaltungsreihe BEGEGNUNGEN IM KINO den Spielfilm EINE ANDERE LIGA (Regie: Buket Alakus). Im Anschluss diskutieren Drehbuchautor Jan Berger und Produzent Peter Rommel in Berlin sowie die Regisseurin Buket Alakus und Produzent Ralph Schwingel in Hamburg in einer öffentlichen Gesprächsrunde unter dem Motto „Die Leinwand ist rund – Von den Möglichkeiten in der unmöglichen Beziehung zwischen Film und Fußball”.
56 gewählte Juroren – 52 Mitglieder der Deutschen Filmakademie und vier Vertreter aus dem Ausschuss für Kultur und Medien des Deutschen Bundestags – stellen sich wieder der harten Vorauswahl. Drei Tage lang diskutieren sie den aktuellen Filmjahrgang, sammeln Kriterien und Meinungen und treffen die Entscheidungen für die Vorauswahl von Filmen und Einzelleistungen für das Nominierungsverfahren zum DEUTSCHEN FILMPREIS 2006.
21./22. Januar 2006
Mit einer MEISTERKLASSE für Tongestaltung zum Thema „Emot(i)on – Die Alchemie des Tonbilds” startet die Filmakademie eine neue, langfristig angelegte Reihe von zwei- bis dreitägigen Intensiv-Werkstätten, die den Mitgliedern Anregungen und Impulse für ihre kreative Arbeit vermitteln und als Fortbildung auf hohem Niveau funktionieren sollen. Thematisch werden sich die MEISTERKLASSEN eng an den speziellen Interessen der jeweiligen Akademiesektionen und am deutschen Film orientieren, um sowohl den Erfahrungsaustausch unter Profis als auch ihr Selbstverständnis zu befördern.
Die Filmakademie wächst seit ihrer Gründung beständig an und so brauchte nicht nur das Büro bald eine Vergrößerung Nach langer Suche verlegt die Deutsche Filmakademie ihre Geschäftsräume in die Köthener Straße 44. In hellen freundlichen Räumen stehen nun u.a. ein neuer Konferenzraum mit großer Kino-Leinwand, moderne Büro-Infrastruktur und Arbeitsräume für die Mitarbeiter zur Verfügung. In unmittelbarer Nähe zu den Kinos am Potsdamer Platz und der Kinemathek Berlin bezieht die Deutsche Filmakademie ihr neues ‚Zuhause’ – als Treffpunkt der Filmschaffenden, zum Wohlfühlen und als Wirkungsstätte für den deutschen Film.
Um in geselliger Runde auf die Internationalen Filmfestspiele 2006 in Berlin einzustimmen, lädt die Deutsche Filmakademie ihre Mitglieder, Freunde und Fördermitglieder zu einem geselligen GET TOGETHER und Begegnungen in ihre neuen Räumlichkeiten in der Köthener Straße ein.
Zum ersten Mal bietet die Deutsche Filmakademie eine eigene Veranstaltung im Rahmen der Internationalen Filmfestspiele in Berlin an. Die AKADEMIE BREAKS laden in der ‚Mittagspause’ zwischen 13:00 Uhr und 15:00 Uhr zu offenen Begegnungen zwischen Mitgliedern und allen Filminteressierten ein. In der HomeBase besteht nicht nur die Gelegenheit, einander kennenzulernen und sich über das Wettbewerbsprogramm auszutauschen, sondern auch die seltene Chance einem anregenden Dialog zwischen Filmschaffenden – jeweils einem Akademiemitglied und einem internationalen Gast der Berlinale – beizuwohnen. So stellen sich bei der Auftaktveranstaltung mit Jon Gerrans und Ian Stimler unter anderem die US-Verleiher der deutschen Spielfilme GEGEN DIE WAND und SOPHIE SCHOLL den Fragen der Gäste.
Der Vorstand der Deutschen Filmakademie reagiert auf die Gerüchte zur Kürzung der Filmförderung in Nordrhein-Westfalen bei der Filmstiftung Nordrhein-Westfalen. Im Namen aller Mitglieder spricht er sich in einem Brief gegen ein solches Vorhaben aus.
13. März 2006
Die zehn Jurymitglieder aus der Mitgliedschaft und dem Freundeskreis beraten in München und beschließen, den diesjährigen ‚Ehrenpreis für hervorragende Verdienste um den deutschen Film’ an die Schauspielagentin Erna Baumbauer zu vergeben.
23. März 2006
Auf einer Pressekonferenz in der Neuen Nationalgalerie in Berlin gibt der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, Staatsminister Bernd Neumann, gemeinsam mit Vertretern der Deutschen Filmakademie e.V. die Nominierungen für den DEUTSCHEN FILMPREIS 2006 bekannt.
Angeregt durch den großen Erfolg des LOLA FESTIVALS im vergangenen Jahr und die Begeisterung der Zuschauer ruft die Deutsche Filmakademie eine weitere Veranstaltung im Vorfeld des DEUTSCHEN FILMPREISES ins Leben. Zukünftig sollen die LOLA VISIONEN, Gesprächsrunden mit den Regisseuren der für den ‚Besten Spielfilm’ nominierten Arbeiten, informativ auf die Filmpreis-Verleihung einstimmen. Die erste öffentliche Podiumsdiskussion bestreiten Detlev W. Buck, Andreas Dresen, Florian Henckel von Donnersmarck, Vanessa Jopp sowie Hans-Christian Schmid unter der Moderation von Alfred Holighaus.
Zum zweiten Mal bringt das LOLA FESTIVAL bundesweit alle für den DEUTSCHEN FILMPREIS nominierten Filme auf die Kinoleinwand. In 22 Städten von Hamburg über Berlin, Köln oder München bis Stuttgart rückt die Frage ‚Wer wird gewinnen?’ ins öffentliche Bewusstsein. Das enorme Interesse der Zuschauer – 6.516 Filmfreunde besuchen die Filmvorführungen – macht das LOLA FESTIVAL nicht nur zu einem Publikumserfolg, sondern belohnt die kreativen Filmschaffenden in Deutschland und auch das Engagement der Akademiemitglieder.
Am Vorabend der Filmpreis-Verleihung lädt die Deutsche Filmakademie alle Mitglieder, Freunde und Fördermitglieder zu einem geselligen WARM UP in die HomeBase ein.
12. Mai 2006
Der darauffolgende Tag gibt sich zunächst kämpferisch für den deutschen Film, ehe es feierlich wird: Am Vormittag kommt die Mitgliederversammlung zusammen und spricht sich in einer Resolution gegen die Pläne zur Kürzung der Filmförderung in Nordrhein-Westfalen aus.
Abends folgt der Höhepunkt des Kinojahres – die feierliche Vergabe des DEUTSCHEN FILMPREISES im Berliner Palais am Funkturm, die zum ersten Mal von der neu gegründeten DFA Produktion GmbH produziert wird. Ein riesiger Roter Teppich heißt die Filmkünstler, Journalisten und Interessierten willkommen. Moderator Michael Bully Herbig führt launig-amüsant durch die Gala und die anschließende Party sorgt bei Vollmond und mit aufgeschüttetem Sand für eine wunderschöne Filmpreis-Sommernacht.
Am Rande des 41. Internationalen Filmfestivals in Karlovy Vary schließen sich zehn nationale Filmakademien Europas und die European Film Academy (EFA) zu einem Netzwerk ‚FAN of Europe’ zusammen. Die Mitglieder wollen sich zukünftig regelmäßig treffen, um Erfahrungen und Informationen auszutauschen und gemeinsam Ideen zu entwickeln, die das Kino, Filmbildung und junge Talente unabhängig von nationalen Grenzen fördern. Die Deutsche Filmakademie e.V. unterstützt diese Initiative als Gründungsmitglied, um die Zusammenarbeit mit den einzelnen Institutionen zu vertiefen und den deutschen Film auch über die Bundesrepublik hinaus bekannter zu machen.
Nach zwei Jahren, in denen die Vergabe des DEUTSCHEN FILMPREISES in den Händen der Filmakademie lag, treffen sich etwa hundert Akademiemitglieder am Rande des Münchner Filmfests zu einer Sondersitzung, um unter der Frage ‚Zeichnet die Akademie die richtigen Filme aus?’ offen Bilanz zu ziehen.
Knapp einen Monat nach ihren Münchner Kollegen kommen auch in Berlin etwa sechzig Akademiemitglieder zusammen, um nach zwei Jahren Filmpreisvergabe die Ergebnisse zu bilanzieren und alternative Auswahlformen zu diskutieren.
Um die vielfältigen Stärken von Kinofilmen – abgesehen von ihrem Unterhaltungsaspekt – zu verdeutlichen, startet die Deutsche Filmakademie in Berlin ihre neue Gesprächsreihe FILM TRIFFT... Durch die Verknüpfung von aktuellen Kinofilmen mit gesellschaftlich relevanten Themen demonstriert die geschlossene Veranstaltungsrunde, dass Filme nicht nur ihre Berechtigung, sondern auch erhebliche Wirkung über den Kinogang hinaus entfalten. Den Auftakt macht ein Gespräch zwischen der Akademie-Präsidentin Senta Berger und dem CDU-Politiker und ehemaligen Bundesminister für Jugend, Familie und Gesundheit Heiner Geißler, die unter der Moderation von Frank Plasberg am Filmbeispiel von SOMMER VORM BALKON über das Thema Familie sprechen.
Unter der Leitung von Maybrit Illner diskutieren die Schauspielerin und Mutter Christiane Paul und der ehemalige Fußball-Nationalspieler Marco Bode vor ca. 200 geladenen Gästen über die Frage „Wie viel Gewalt ist in uns?” Hintergrundfilm des zweiten FILM TRIFFT... mit dem Thema Gewalt unter und an Jugendlichen ist der vielfach ausgezeichnete Film KNALLHART von Detlev W. Buck.
Viele Initiativen und Veränderungen haben die Deutsche Filmakademie in diesem Jahr vorangebracht, ihr Profil geschärft und die Öffentlichkeit weiter für den deutschen Film begeistern können: Neue Geschäftsräume wurden bezogen, unsere neuen Veranstaltungen haben ihr Publikum gefunden – und die Akademie ist weiter gewachsen. Mittlerweile vereinen wir 818 Mitglieder, 129 Freunde sowie 45 Fördermitglieder. Ihnen allen ein herzliches Willkommen!