... beginnt mit großen Erwartungen. Zum ersten Mal wird die Deutsche Filmakademie die Vergabe des DEUTSCHEN FILMPREISES verantworten. Die Ziele sind bei allen Beteiligten hoch gesteckt, es bestehen offene Fragen und Zweifel, doch die Vorfreude überwiegt: Wir hoffen auf ein intensives, erfolgreiches Jahr für die deutschen Filmemacher und ihre Filme!
Die BEGEGNUNGEN IM KINO machen den Querschnitt durch die Akademie-Sektionen komplett, eröffnen das Jahr mit Tom Tykwers Film DER KRIEGER UND DIE KAISERIN und begeben sich auf die Suche nach Gefühlen und Stimmungen im Szenenbild.
Die im vergangenen Sommer beschlossene Kooperation mit FIRST STEPS nimmt reale Gestalt an: Erfahrene Mitglieder der Deutschen Filmakademie begleiten die Nachwuchspreisträger 2004 bei ihrem nächsten Filmprojekt und stehen ihnen als Mentor zur Seite. So kümmert sich der Drehbuchautor Christoph Fromm um den jungen Filmemacher Florian Schwarz, Frieder Wittich wird von Regisseur Vicco von Bülow unterstützt und die Produzentin Roshanak Behesht Nedjad hilft dem Kurzfilmpreisgewinner Ralph Etter.
Zum ersten Mal führt die Deutsche Filmakademie das dreistufige Auswahlverfahren zum DEUTSCHEN FILMPREIS durch. Dafür haben 47 gewählte Akademiemitglieder seit November 2004 die Jahresproduktion deutscher Kinofilme gesichtet. An diesem Wochenende kommen sie in acht Sektionsjurys zusammen, um gemeinsam mit vier Mitgliedern aus dem Kulturausschuss des Deutschen Bundestags erste Entscheidungen über die Preisträger der LOLA 2005 zu treffen. Zwei Tage lang tauschen sie sich intensiv aus, diskutieren leidenschaftlich über den Stand der deutschen Kinolandschaft und legen die Vorauswahl 2005 fest.
Anlässlich der Internationalen Filmfestspiele in Berlin lädt die Deutsche Filmakademie ihre Mitglieder, Fördermitglieder und den Freundeskreis zu einer BLAUEN STUNDE ins K44 ein. Neue Kontakte entstehen, alte werden aufgefrischt und die Gäste tauschen sich angeregt über die Ergebnisse der Vorauswahl zum DEUTSCHEN FILMPREIS 2005 aus.
Um die spannende Frage nach den möglichen LOLA-Gewinnern nicht nur in der Filmbranche zu thematisieren, sollen künftig im Vorfeld des DEUTSCHEN FILMPREISES alle vorausgewählten und nominierten Kinofilme einer breiten Öffentlichkeit gezeigt werden – die Idee für das LOLA FESTIVAL ist geboren! Damit das Publikum ein Bewusstsein für die Bandbreite des Filmschaffens in Deutschland entwickeln und mitfiebern kann, werden die Filme zudem in Anwesenheit von Akademiemitgliedern gezeigt. Die Deutsche Filmakademie trifft sich deshalb mit Kinobesitzern aus ganz Deutschland, um gemeinsam das Konzept für das LOLA FESTIVAL 05 zu erarbeiten.
Die Filmakademiemitglieder Pepe Danquart, Florian Gallenberger und Jan Josef Liefers sowie die Geschäftsführerin Christiane Teichgräber stellen die Jury für den BMW Kurzfilm Award, der drei bis vier gelungene Drehbücher auszeichnet, die später mit finanzieller Beteiligung von BMW produziert werden. Die Deutsche Filmakademie e.V. unterstützt diese Initiative von BMW, da es sich hierbei um ein einzigartiges Preisprojekt handelt, bei dem nicht erst die fertiggestellten Kurzfilme ausgezeichnet, sondern bereits die Vorstufe und der Weg zu einem erfolgreichen Kinofilm geehrt werden.
Das LOLA FESTIVAL startet: In der ersten Runde werden insgesamt 42 ausgewählte deutsche Kinofilme des letzten Jahres in unseren Partnerkinos in Berlin (Filmpalast), Hamburg (Abaton Kino), Köln (Odeon) und München (Forum am Deutschen Museum) gezeigt. Die Filmemacher und Akademiemitglieder sind bei vielen der über 160 Vorführungen anwesend, sodass sich bewegende und interessante Gespräche mit dem Publikum ergeben.
In München tagt erstmals die Ehrenpreisjury für den DEUTSCHEN FILMPREIS 2005. Die Akademiemitglieder Heinz Badewitz, Hans W. Geißendörfer, Ulrich Felsberg, Molly von Fürstenberg, Günter Rohrbach und Volker Schlöndorff sowie die Freunde und Fördermitglieder Georg Alexander, Marion Döring, Fred Kogel und Sigrid Narjes kommen zusammen, um den diesjährigen Ehrenpreisträger zu bestimmen. Ihre Wahl fällt auf das Akademiemitglied Reinhard Hauff für sein Wirken als Regisseur, Produzent und in seiner ehemaligen Funktion als Direktor der Deutschen Film- und Fernsehakademie.
Bei den Internationalen Kurzfilmtagen in Oberhausen werden die Kurzfilme des ersten BMW Kurzfilm Awards in Anwesenheit der Jury- und Akademiemitglieder Pepe Danquart, Florian Gallenberger, Jan Josef Liefers und der Geschäftsführerin Christiane Teichgräber präsentiert und geehrt. Im Rahmen einer festlichen Verleihung freuen sich die jungen Preisträger gemeinsam mit den erfahrenen Filmemachern über ihren ersten großen Erfolg.
Die Staatsministerin für Kultur und Medien, Dr. Christina Weiss, gibt auf einer Pressekonferenz im traditionsreichen Filmpalast Berlin die Nominierungen zum DEUTSCHEN FILMPREIS 2005 bekannt. Seitens der Akademie wird sie dabei von den Präsidenten Senta Berger und Günter Rohrbach, dem Vorstandsvorsitzenden Stefan Arndt und der Schauspielerin Jasmin Tabatabai unterstützt. Es ist das erste Mal, dass die Mitglieder der Deutschen Filmakademie e.V. ihre Favoriten gewählt haben. Presse und Branche sind sich einig: Die Filmschaffenden der Akademie haben durchweg gute Entscheidungen getroffen.
Das LOLA FESTIVAL geht in seine zweite Runde: Nach Bekanntgabe der Nominierungen werden einem breiten Publikum in knapp 20 deutschen Städten die nominierten Filme in den Preiskategorien ‚Bester Spielfilm’, ‚Bester Dokumentarfilm’ und ‚Bester Kinder- und Jugendfilm’ gezeigt. Bei den Vorführungen sind auch diesmal Akademiemitglieder anwesend und es entwickelt sich ein lebendiger Dialog zwischen Filmemachern und Kinobesuchern.
In den ersten beiden Auswahlstufen zum DEUTSCHEN FILMPREIS haben die Mitglieder der Deutschen Filmakademie bereits abgestimmt und ihre entscheidende Wahl der LOLA-Preisträger 2005 steht kurz bevor. Grund genug, das neue Auswahlverfahren und seine möglichen Auswirkungen gemeinsam zu hinterfragen. Mit dem Titel „Der Preis bleibt heiß – Bringen neue Entscheider auch neue Entscheidungen? Die Deutsche Filmakademie als Jury für den DEUTSCHEN FILMPREIS” hat die Filmakademie deshalb in Berlin, Hamburg und München zu ihrer Veranstaltungsreihe BEGEGNUNGEN IM KINO geladen. Im Anschluss an die Filmvorführungen der Siegerfilme von 2004, GEGEN DIE WAND (Filmpreis in Gold) und KROKO (Filmpreis in Silber), diskutieren die Akademiemitglieder Ruth Toma und Ralph Schwingel mit dem Publikum über die Stärken, Schwächen und Chancen des neuen Wahlsystems.
Die Filmakademie ermöglicht für ihre Mitglieder und die Studenten der dffb Berlin Filmvorführungen der 18 für den DEUTSCHEN FILMPREIS 2005 nominierten Filme. Das gemeinsame Sichten schafft einen intensiven Austausch zwischen den erfahrenen Filmkünstlern und dem Nachwuchs – eine Bereicherung für beide Seiten.
Um die nominierten Filme auch im Ausland bekannter zu machen, initiiert die Deutsche Filmakademie beim Filmfest München Filmsichtungen für ihre Mitglieder, internationale Gäste und Einkäufer. Die Veranstalter des Filmfests München, das schon immer auch eine Plattform für den deutschen Film gewesen ist, begrüßen diese Initiative der Deutschen Filmakademie und wollen die Vorführungen in Zukunft gern wiederholen.
Mit der Frage „Do it yourself – Filmemacher als Filmverleiher. Alternative, Zukunftsmodell oder Sackgasse?” lädt die Deutsche Filmakademie am Rande des Filmfests München ins Gasteig-Foyer zur BLAUEN STUNDE ein. Freundeskreismitglied Dirk Dotzert moderiert das Gespräch zwischen Henning Ferber (Film1), Werner Fuchs (Filmwelt, Zorro Film), Johannes Klingsporn (Verband der Filmverleiher) und Angela Lipp-Fläxel (Kinomacherin), die über die Tendenz deutscher Filmemacher diskutieren, eigene Verleihfirmen zu gründen. Die Podiumsteilnehmer suchen nach Gründen für diesen Trend und loten Perspektiven und Auswirkungen für die etablierte Verleiherszene aus.
Am Vorabend der LOLA-Verleihung bittet die Deutsche Filmakademie ihre Mitglieder, den Freundeskreis und die Fördermitglieder zum WARM UP in die HomeBase. Der bewusst locker gestaltete Rahmen schafft eine Gelegenheit zur stärkeren Vernetzung der Filmbranche, regt neue Kontakte an und belebt ältere wieder. Die Besucher tauschen sich auf hohem künstlerischen Niveau über die deutschen Filme, den kommenden Filmpreisabend und zukünftige Projekte aus.
8. Juli 2005
Dieser Tag war lange herbeigesehnt worden: Die Deutsche Filmakademie verleiht die DEUTSCHEN FILMPREISE 2005. In der Berliner Philharmonie liegt bei dieser ganz besonderen Premiere eine freudig-erregte Stimmung in der Luft. Die Ansprache der Akademie-Präsidenten, Senta Berger und Günter Rohrbach, rührt viele Anwesende und gibt so dem allmählich gewachsenen Gefühl der Zusammengehörigkeit bewegend Ausdruck. Stolz blicken die Mitglieder der Deutschen Filmakademie auf ihre ersten Preisentscheidungen. Und auch die LOLA-Gewinner spüren die Bedeutung dieser Ehrung, die ihnen von nun an durch Fachkollegen zuteil wird. Sir Simon Rattle hatte mit den Berliner Philharmonikern im Vorfeld eigens eine Fanfare für die Verleihung eingespielt und Michael Bully Herbig moderiert die Gala mit dem ihm eigenen, unnachahmlichen Witz. Gefeiert wird nicht nur in bis in die frühen Morgenstunden, sondern sogar bis weit in den Vormittag – ein wahrhaft rauschendes Fest, dem auch die Presse begeistert Beifall zollt.
Die besten Diplomfilme von Filmhochschülern werden wieder mit dem FIRST STEPS Award ausgezeichnet. Seit 2004 unterstützt die Deutsche Filmakademie die Preisträger bei ihrem nächsten Film mit Mentoren aus den Reihen ihrer Mitglieder. Neben der Fortsetzung dieser erfolgreichen Patenschaften startet die Filmakademie anlässlich der diesjährigen Verleihung ein weiteres Projekt, um den Nachwuchs zu fördern und Filmemacher aller Altersstufen zusammenzubringen: Mit ALLES AUF ANFANG soll ein ganz besonderes Filmarchiv entstehen, dass die für den FIRST STEPS Award eingereichten Abschlussfilme mit den Debütwerken der erfahrenen Filmemacher der Filmakademie versammelt und öffentlich zugänglich macht.
Am 8. September 2005 haben die Finanzminister aller Bundesländer einen für die deutsche Filmbranche folgenschweren Entschluss gefasst: Sie wollen die Finanzierung der Stiftung Kuratorium junger deutscher Film zum Haushaltsjahr 2006 einstellen. Die Deutsche Filmakademie will nicht stillschweigend hinnehmen, dass die älteste bundesdeutsche Filmförderung, die sich besonders auch für den Nachwuchs stark gemacht hat, einfach verschwindet. Sie hat deshalb einen Brief an die Ministerpräsidenten der Länder entworfen, den jeder Filmschaffende übernehmen, mit eigenen Erfahrungen ergänzen und an seinen Landesvater schicken kann – frei nach dem Motto: Rettet das Kuratorium!
25. Oktober 2005
Um die Mitgliederversammlung in entspannter Atmosphäre einzuleiten, treffen sich am Vorabend die Mitglieder mit ihrem Freundeskreis und den Fördermitgliedern bei einem GET TOGETHER in München.
26. Oktober 2005
Die Deutsche Filmakademie hat einen neuen Vorstand: Die Mitgliederversammlung wählt Hans-Christian Schmid (Regie) und Herbert Knaup (Schauspiel) und bestätigt den Vorstandsvorsitzenden Stefan Arndt (Produktion) sowie Toni Lüdi (Szenenbild/Kostüm/Maske) und Niki Reiser (Musik/Schnitt/Ton) für weitere zwei Jahre.
Peter R. Adam, Michael Ballhaus, Jacob Claussen, Detlef Michel, Nina Grosse und Jasmin Tabatabai setzen ihre Vorstandsarbeit ebenfalls fort.
Und noch etwas ist neu: Die Deutsche Filmakademie beschließt, für die Produktion des DEUTSCHEN FILMPREISES eine Tochtergesellschaft zu gründen. Bereits ab 2006 soll die DFA Produktion GmbH die jährliche Filmpreis-Gala ausrichten.
Passend zur Vorweihnachtszeit zeigen die letzten BEGEGNUNGEN IM KINO in diesem Jahr MERRY CHRISTMAS von Christian Carion und fragen nach der Attraktivität historischer Kinostoffe für die Leinwand.
Wir blicken auf ein aufregendes und gelungenes Jahr zurück. Der DEUTSCHE FILMPREIS lag erstmals in unserer Hand und wurde erfolgreich gestemmt – die vielleicht größte Bewährungsprobe für die Filmakademie bisher ist also bestanden. Die Mitgliederzahl stieg auf 695 Mitglieder an: Wir begrüßen 157 Filmschaffende und 39 Freunde neu in der Akademie und danken 13 Firmen, die sich entschlossen haben, unsere Arbeit künftig zu fördern. Ihnen und Euch allen herzlich willkommen in der Deutschen Filmakademie!